Fußball Champions-League
Hamburger Debakel in Porto

Auch auf der großen Fußball-Bühne findet der Hamburger SV keinen Weg aus seiner Krise. Statt des erhofften Befreiungsschlags bekamen die sportlich gebeutelten Norddeutschen beim Champions-League-Gastspiel beim FC Porto eine bittere Lehrstunde erteilt und erlebten aufgrund haarsträubender individueller Fehler mit dem 1:4 (0:2) beim portugiesischen Doublegewinner ein Debakel.

HB PORTO. Lisandro Lopez (14., 81.), Lucho Gonzalez (45.+3/Handelfmeter) und Helder Postiga (69.) sorgten vor 31 309 Zuschauern im Estadio do Dragao mit ihren Treffern dafür, dass der HSV auch sein drittes Vorrundenspiel in der Königsklasse verlor und mit null Punkten und 2:7 Toren abgeschlagen das Tabellenende der Gruppe G ziert. Jung-Nationalspieler Piotr Trochowski (89.) sorgte mit seinem späten Treffer nur noch für Ergebniskosmetik. „Mir fehlen die Worte. Es ist schwer, so eine Leistung zu erklären“, sagte der Torschütze nach der höchsten Europapokal-Niederlage der Hamburger seit 26 Jahren. Die Hanseaten bauten damit ihre in der 119-Jährigen Klubgeschichte beispiellose Misserfolgsserie auf 14 Pflichtspiele aus.

Angesichts des 1:0-Sieges von ZSKA Moskau am frühen Dienstagabend gegen den FC Arsenal scheint das Erreichen der zweiten Runde in der Königsklasse für den HSV utopisch. Selbst der Sprung auf den dritten Rang zur Uefa-Cup-Qualifikation ist in den letzten drei Spielen gegen Porto (1. November/4 Punkte), bei Arsenal (6) und gegen Moskau (6. Dezember/7) nur noch schwer zu schaffen.

„Wir machen eine brutal harte Phase durch. Das tut schon weh“, sagte Doll nach der peinlichen Pleite. „Wir haben heute die Tore fast selbst gemacht. Was wir umsetzen wollten, hat nicht geklappt.“ Dabei hatte der Coach noch kurz vor dem Anpfiff gesagt: „Das ist ein Endspiel. Und in einem Finale weiß jeder, was zu tun ist.“ Doch bei seinem völlig verunsicherten Team war diese Forderung offensichtlich nicht angekommen. Auf dem nach einem Platzregen tiefen und schwer bespielbaren Rasen agierten die Hanseaten wieder einmal plan- und konzeptlos. Auch die überraschende Aufstellung des wochenlang verletzten Timothee Atouba verlieh der Hamburger Hintermannschaft nicht die erhoffte Sicherheit.

Nach Fehlern von Collin Benjamin und Raphael Wicky erzielte Lisandro bereits in der 14. Minute das 1:0. In der dritten Minute der Spielzeit der ersten Hälfte hatte Neuzugang Danijel Ljuboja mit einem dummen Handspiel im Strafraum einen "Blackout", den fälligen Elfmeter verwandelte Lucio Gonzalez sicher. Helder Postiga vollendete nach dem Seitenwechsel einen Konter per Kopf aus allerdings klarer Abseitsposition zum 3:0 (69.), ehe erneut Lisandro zum 4:0 (81.) traf. Der Ehrentreffer durch Neu-Nationalspieler Piotr Trochowski (89.) konnte für die Gäste kein Trost für die neuerliche Pleite sein.

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