Fußball Champions-League
"Hammerlos" für Bremen, Bayern mit Glück

Viel härter hätte es Werder Bremen bei der Auslosung zur Gruppenphase der Champions League nicht treffen können. Der Vizemeister spielt gegen den FC Barcelona und den FC Chelsea. Mehr Glück hatten München und Hamburg.

Attraktive, aber schlagbare Gegner für Bayern München und den Hamburger SV, doch die absolute "Hammer-Gruppe" erhielt Werder Bremen: Das Bundesliga-Trio kann auf dem Weg ins Achtelfinale der Champions League nur bedingt den ganz Großen des europäischen Vereinsfußballs aus dem Weg gehen. Während die Bayern und der HSV bei der Auslosung der Gruppenphase im Grimaldi-Forum in Monte Carlo am Donnerstag zwar namhafte, aber auch schlagbare Gegner zugelost bekamen, erwartet Werder mit Titelverteidiger FC Barcelona und dem FC Chelsea um Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack eine kaum lösbare Aufgabe.

Werder spielt in Gruppe A außerdem gegen den bulgarischen Meister Lewski Sofia, der erstmals in der "Königsklasse" vertreten ist. "Wenn man in einer Gruppe mit Barcelona und Chelsea spielt, ist man natürlich nur Außenseiter", sagte Werder-Manager Klaus Allofs: "Aber auch Außenseiter schaffen manchmal Überraschungen. Das werden wir versuchen. Chelsea hat eine gute Mannschaft, aber trotzdem ist Barcelona als Titelverteidiger Gruppenfavorit." Der deutsche Vizemeister startet am 12. September mit einem Auswärtsspiel beim FC Chelsea in die "Königsklasse".

Bayern beginnt mit Heimspiel gegen Moskau

Die Bayern, die erstmals nicht zu den topgesetzten acht Teams gehörten, treffen in der Gruppe B zwar auf den italienischen Meister Inter Mailand, bekommen es in Sporting Lissabon aus Portugal und Spartak Moskau aus Russland aber auch mit weniger starken Gegnern zu tun. Zum Auftakt (12. September) erwartet der viermalige Champion, der im vergangenen Jahr schon im Achtelfinale am AC Mailand gescheitert war, den russischen Klub Spartak.

Der HSV, der sich in der dritten Qualifikationsrunde gegen den CA Osasuna Pamplona aus Spanien (0:0/1:1) durchgesetzt hatte, hat es in der Gruppe G mit dem FC Arsenal um Nationaltorhüter Jens Lehmann zu tun, der im vergangenen Saison das Finale gegen "Barca" verloren hatte. Die "Gunners" sind am 13. September auch Auftaktgegner in der AOL-Arena. Daneben trifft das Team von Trainer Thomas Doll auf den portugiesischen Meister FC Porto und Russlands Titelträger Zska Moskau.

Dolls Ziel ist das Achtelfinale

"Das ist eine klasse Auslosung für uns. Unser großes Ziel ist es, das Achtelfinale zu erreichen", sagte Doll: "Ohne arrogant zu sein glaube ich, dass wir das schaffen können. Sicher sind Arsenal und Porto die Favoriten, aber man sollte uns auf der Rechnung haben. Arsenal ist vom Namen und der Besetzung her absolut top. Der deutsche Nationaltorwart steht da ja zwischen den Pfosten und in Thierry Henry haben sie einen absoluten Weltklassestürmer."

Arsenal-Keeper Lehmann freut sich, "endlich wieder gegen eine deutsche Mannschaft spielen zu dürfen. Ich habe das Spiel des HSV in der Qualifikation gegen Osasuna im Fernsehen verfolgt. Die Hamburger haben das Weiterkommen wirklich verdient."

Den Klubs winken hohe Prämieneinnahmen

Der erste Vorrunden-Spieltag ist für den 12. und 13. September terminiert. Die Gruppenphase ist noch vor Weihnachten am 5. und 6. Dezember beendet. Das Achtelfinale findet am 20. Februar und am 7. März statt. Über Viertel- (3. und 11. April) sowie Halbfinale (24. April und 2. Mai) geht es ins Endspiel, das am 23. Mai im Athener Olympiastadion steigt.

Die 32 Klubs können sich wie immer über einen warmen Geldregen freuen. Rund 530 Mill. Euro wird die Europäische Fußball-Union (Uefa) an Prämien und Geldern aus dem TV-Pool ausschütten, das sind fast 90 Mill. Euro mehr als in der vergangenen Spielzeit. Schon für das Erreichen der Gruppenphase erhält jeder Verein 4,4 Mill. Euro. Für einen Sieg in der Vorrunde gibt es 600 000 Euro, für ein Unentschieden 300 000 Euro.

Der Einzug in die K.o.-Runde bringt 2,2 Mill. Euro ein. Die acht Viertelfinalisten kassieren 2,5 Millionen, die Halbfinalisten drei Mill. Euro. Der unterlegene Final-Teilnehmer erhält vier Millionen, der Sieger sieben Mill. Euro. Dazu kommen weitere Prämien aus dem 270 Mill. Euro schweren TV-Pool. Der Sieger kann so maximal auf etwa 40 Mill. Euro an Startgeldern und Honoraren kommen.

© SID

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