Fußball Champions-League
Hiddink hat Appetit auf den Titel

1 085 Tage ist es her, dass Guus Hiddink als Trainer in der Champions League auf der Bank saß. Wenn Chelsea heute gegen Juventus Turin antritt, ist der Niederländer wieder dabei.

Die Einlaufmusik ist ihm bestens bekannt, die besondere Atmosphäre sowieso, und auch das eigene Anspruchsdenken hat sich nicht verändert: 1 085 Tage nach seinem letzten Auftritt in der Champions League kehrt Guus Hiddink in die "Königsklasse" zurück. Als Teammanager des FC Chelsea will der 62-Jährige Michael Ballack und Co. auf Europas Fußball-Thron führen. Das heutige Hinspiel des Achtelfinals (20.45 Uhr/live bei Premiere) gegen Juventus Turin soll dabei nur eine Zwischenstation sein.

"Diese Trophäe ein zweites Mal in den Händen zu halten, ist mein großer Traum", sagt Hiddink, der den damaligen Europapokal der Landesmeister bereits 1988 mit dem PSV Eindhoven gewann: "Es wird ein schöner, wenn auch schwieriger Weg. Aber der Hunger darauf, so etwas Großes zu erreichen, ist immer gegeben. Wenn wir Juventus ausschalten, können wir mit einem Auge in Richtung des Endspiels im Mai schauen."

Neue Kraft durch Hiddink

Am vergangenen Samstag saß Hiddink erstmals auf Chelseas Trainerbank und führte das nach der Trennung von seinem Vorgänger Luiz Felipe Scolari ein wenig befreit wirkende Team in der Premier League gleich zu einem 1:0-Erfolg bei Aston Villa. "Jetzt müssen wir noch mehr Killerinstinkt zeigen", fordert Mittelfeldstar Frank Lampard und schickt ein Lob an seinen neuen Chef hinterher: "Die Ankunft von Guus Hiddink hat jedem im Team noch einmal einen Schub gegeben. Jetzt wollen wir gegen Juventus ein gutes Ergebnis erzielen."

Beim italienischen Rekordmeister zeigt man nach den jüngsten Entwicklungen beim kommenden Gegner Respekt. "Chelsea hat sich nach dem Trainerwechsel verbessert", meint "Juve"-Coach Claudio Ranieri, der die "Blues" bis zu seiner Entlassung 2004 selbst knapp vier Jahre betreut hatte: "Wir treffen auf ein Team, das das vergangene Finale der Champions League erst im Elfmeterschießen verloren hat und wissen, was auf uns zukommt. Aber wir vertrauen unserer Stärke." Allerdings ist Chelsea in der "Königsklasse" seit 15 Heimspielen ungeschlagen.

Im zweiten Duell der Giganten treffen am Mittwoch Real Madrid und der FC Liverpool aufeinander. Während die "Königlichen" nach neun Ligasiegen in Folge mit gehörig Selbstvertrauen in die Partie gehen, mussten sich die "Reds" in der Premier League zuletzt immer wieder mit Unentschieden begnügen und gaben die Tabellenspitze an Manchester United ab.

"Wir sind Real Madrid. Allein deshalb hat Liverpool Angst vor uns", meint der ehemalige Hamburger Bundesliga-Profi Rafael van der Vaart und hofft, am Mittwoch mal wieder in Reals Startformation zu stehen. Trainer Juande Ramos ergänzt: "Wir sind in absoluter Top-Verfassung. Liverpool hat hingegen ein wenig von seiner Form verloren. Meine Spieler sind heiß." Nationalspieler Christoph Metzelder dürfte derartige Hitzewallungen wohl einmal mehr nur auf der Ersatzbank ausleben.

Benitez: "Im Fußball ist alles möglich"

Liverpool will sich von den Ankündigungen aus Madrid nicht einschüchtern lassen. Zumal Mannschaftskapitän Steven Gerrard nach rund dreiwöchiger Verletzungspause vor seinem Comeback steht. "Wir werden versuchen, bei Real zu gewinnen. Natürlich wird dies nicht leicht, aber im Fußball ist alles möglich", sagt Liverpools spanischer Teammanager Rafael Benitez, der seine Trainerkarriere einst in Reals Jugendabteilung begonnen hatte.

Neben dem Duell zwischen dem deutschen Rekordmeister Bayern München, der bei Sporting Lissabon antritt, wird das Achtelfinale am Mittwoch vom Spiel zwischen dem FC Villarreal und Panathinaikos Athen abgerundet.

© SID

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