Fußball Champions-League
HSV bricht endlich den Bann

Der Hamburger SV kann doch noch gewinnen: Mit einem Sieg gegen ZSKA Moskau haben sich die Hanseaten ordentlich aus der aus der Champions League verabschiedet. Der erste Heimsieg seit 241 Tagen versöhnte zugleich die Fans und dürfte die Diskussion um Trainer Thomas Doll zumindest etwas beruhigen. Einen großen Verlierer im HSV-Team gab es aber dann doch: Thimothee Atouba beleidigte in der 65. Minute seine eigenen Fans mit dem ausgestreckten Mittelfinger.

HB HAMBURG. Durch einen Last-Minute-Treffer von Boubacar Sanogo gelang dem abstiegsgefährdeten Bundesligisten mit 3:2 (1:1) gegen die Gäste aus der russischen Hauptstadt nach zuvor fünf Niederlagen der erste Sieg in der Champions-League-Vorrunde. Gleichzeitig verbaute der HSV den Gästen die letzte theoretische Chance auf das Vordringen ins Achtelfinale.

Vor dem Siegtreffer der Gastgeber hatte Kapitän Rafael van der Vaart mit seinem hochverdienten Ausgleichstreffer in der 84. Minute die Wende eingeleitet. Der Sieg könnte die Diskussion um Trainer Thomas Doll zumindest vorläufig etwas beruhigen. Ivica Olic (23.) mit einem Foulelfmeter und Juri Schirkow (65.) waren zuvor für die Gäste erfolgreich. Der Albaner Besart Berisha (28.) erzielte den zwischenzeitlichen Ausgleich.

Einen Bärendienst erwies seiner Mannschaft Thimothee Atouba. Der Kameruner, der schon den Elfmeter zum 0:1 verursacht hatte, zeigte den pfeifenden Zuschauern bei seiner Auswechslung (68.) mehrfach den Stinkefinger und erhielt auf der Bank vom italienischen Schiedsrichter Farina wegen Unsportlichkeit die Rote Karte. Es war bereits der achte Platzverweis für einen Hamburger Spieler in dieser Saison.

„In diesem Spiel war alles drin. Wir haben gelitten, dann wieder gehofft und sind am Ende glücklich, dass wir mal wieder gewonnen haben. Auch wenn es eigentlich um nichts mehr ging, es ging um die Ehre“, kommentierte der zuletzt harsch kritisierte Doll das Geschehen. Die Reaktion von Atouba kritisierte der HSV-Coach zwar scharf, nahm den Kameruner aber auch in Schutz. „So eine Reaktion ist nicht zu entschuldigen, darüber werden wir reden. Es ist aber auch nicht schön und tut weh, wenn man als einzelner Spieler vom eigenen Publikum gnadenlos ausgepfiffen wird. Es bringt aber nichts, ihn jetzt an die Wand zu nageln. Er wird weiter für uns spielen.“

Auch Sportchef Dietmar Beiersdorfer war erleichtert: „Es war ein sehr emotionales Spiel. Wichtig war, dass die Mannschaft heute das Spiel gewonnen hat und mal wieder gespürt hat, wie sich ein Sieg anfühlt. Das nehmen wir mit für Samstag“, sagte der Sportdirektor auch schon mit Blick auf die Partie gegen Nürnberg. Atoubas Fehlverhalten kritisierte der Ex-Profi aber scharf: „So etwas darf nicht passieren - nie und nimmer.“

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