Fußball Champions-League
HSV verspielt auch den Trostpreis

Die Champions League ist für den Hamburger SV endgültig zum Albtraum geworden. Auch im Heimspiel gegen den FC Porto gab es für die Hanseaten nichts zu holen. Schon jetzt lautet das bittere Fazit: Nicht einmal für den Trostpreis ist die Mannschaft von Trainer Thomas Doll gut genug.

HB HAMBURG. Nach der 1:3 (0:1)-Niederlage und einer über weite Strecken schwachen Leistung gegen die Portugiesen ist der HSV bereits nach vier Spieltagen endgültig aus dem europäischen Wettbewerb ausgeschieden. Der Bundesliga-15. kann nach dem 0:0 von Arsenal London gegen ZSKA Moskau auch den dritten Platz in der Gruppe G nicht mehr erreichen und damit im neuen Jahr im Uefa-Cup weiterspielen.

Lucho Gonzalez (44.), Lisandro Lopez (61.) und Bruno Moraes (87.) erzielten vor 50 000 enttäuschten Zuschauern in Hamburg die Treffer für die Gäste. Für den HSV, der erst in den letzten 25 Minuten druckvoll nach vorne spielte, war nur Kapitän Rafael van der Vaart (62.) erfolgreich.

Kein Geschenk für "Uns Uwe"

Trainer Thomas Doll schüttelte den Kopf, Präsident Bernd Hoffmann stand während der Partie lange Zeit mit verschränkten Armen und offensichtlich tief enttäuscht in seiner Loge. Die von ihm erhofften "Festtage" in der Königsklasse sind ausgeblieben. Stattdessen wartet sein Verein auch nach dem insgesamt vierten Heimspiel bei zwei Champions-League-Teilnahmen auf den ersten Heimsieg. Im eigenen Stadion ist der HSV nunmehr seit dem 9. April und zehn Partien sieglos.

„Wenn man vier Niederlagen in vier Spielen kassiert, muss man klipp und klar sagen: Wir haben da einfach nichts zu suchen“, sagte der zerknirschte und desillusionierte HSV-Trainer Thomas Doll. „Das ist einfach zu wenig, was wir gezeigt haben, das haben wir uns selbst zuzuschreiben.“ Sportchef Dietmar Beiersdorfer setzt nach dem Aus in der Königsklasse und im DFB-Pokal nun auf die Bundesliga: „Jetzt müssen wir da an Boden gewinnen. Da ist noch nichts verloren.“

Eine "ganz andere Mannschaft" als bei der peinlichen 1:4-Pleite im Hinspiel hatte Doll versprochen, und HSV-Idol Uwe Seeler war sich sicher: "Wir müssen einfach gewinnen, schon weil ich im Stadion bin." Der Ehrenspielführer feiert am Sonntag seinen 70. Geburtstag und wünschte sich nichts mehr als den ersten Sieg seiner Mannschaft im vierten Champions-League-Gruppenspiel.

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