Fußball Champions-League
HSV will gegen Osasuna vorlegen

Das "Spiel des Jahres" gibt es für den Hamburger SV schon vor dem Bundesliga-Start. Im Hinspiel der Champions-League-Qualifikation gegen den spanischen Vertreter Osasuna wollen die Hamburger heute unbedingt vorlegen.

Vor dem Millionenspiel schottete sich Trainer Thomas Doll ab: Das Abschlusstraining beim Hamburger SV am Dienstagnachmittag vor der ersten von zwei Qualifikations-Begegnungen für die Champions League gegen CA Osasuna Pamplona heute Abend um 20.30 Uhr (live in der ARD) in der Hansestadt fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit statt. Zwischen unbändiger Vorfreude und gigantischem Druck schwankt die Stimmung vor den beiden Spielen gegen den Vorjahres-Vierten der spanischen Primera Division, die für die sportliche Zukunft der Hanseaten ganz entscheidend werden können.

"Ich habe als Spieler schon viele große Partien erlebt", erklärte HSV-Coach Thomas Doll, "aber dies ist das Spiel meines Lebens, der nächste Höhepunkt meiner jungen Trainerkarriere." Dabei geht es nicht nur um die sportliche Herausforderung, sondern vor allem auch um Geld. Rund acht Mill. Euro Einnahme hätte der HSV sicher, wenn er sich nach dem Rückspiel am 22. August zum zweiten Mal nach 2000 für die europäische "Königsklasse" qualifiziert hätte. Geld, um vielleicht doch noch einmal auf der Suche nach Verstärkungen nachzulegen.

Hoffmann erwartet Weiterkommen

Innerhalb von zehn Jahren will HSV-Chef Bernd Hoffmann den Verein schließlich unter den Top Ten in Europa platzieren. Regelmäßige Europacup-Teilnahme ist deshalb Pflicht. "Ich erwarte bei unserem Kader schon, dass wir uns gegen Osasuna durchsetzen", sagte Hoffmann. Champions League ist schließlich auch ein Anreiz für die Spieler, ein wichtiges Argument für Sportchef Dietmar Beiersdorfer bei Vertragsgesprächen. "Mit Hamburg in Europa gegen die Besten der Besten zu spielen, wäre das Größte überhaupt", sagt Mannschaftskapitän Rafael van der Vaart.

Vorher aber ist eben noch die hohe Hürde aus Spanien zu überwinden. Die Mannschaft hat in Europas stärkster Liga schließlich Teams wie Champions-League-Halbfinalist Villarreal und Uefa-Cup-Sieger FC Sevilla hinter sich gelassen. Das Team mit dem ehemaligen HSV-Torjäger Bernardo Romeo steht kompakt in der Abwehr, "nervt" mit konsequentem Forechecking und ist mit schnellen Kontern über Spielmacher Raul Garcia auf den Serben Savo Milosevic und dem von Real Madrid ausgeliehenen Roberto Soldado brandgefährlich.

Doll warnt vor "Hurra-Fußball"

Doll warnt deshalb vor zu viel "Hurra-Fußball". "Entscheidend wird sein, dass wir zuhause zu Null spielen. Wir müssen keinen Sturmlauf abliefern, sondern intelligent spielen", sagt er: "Ein 1:0 reicht uns". So hatte es schließlich auch im Vorjahr im UI-Cup-Finale durch das 0:0 im Rückspiel gegen den höher eingeschätzten FC Valencia zum Sprung in den Uefa-Cup gereicht.

Die Spanier aber hatten damals den HSV offenbar zunächst nicht richtig ernst genommen. Das ist nun anders. Trainer Jose Ziganda hat seine Mannschaft akribisch auf den Gegner vorbereitet, ließ beim Test gegen AS Rom (1:0) spionieren und zeigte Videozusammenschnitte von den Stärken und Schwächen der Hanseaten. "Mit der richtigen Einstellung können wir dem HSV wehtun", meinte Bernardo Romeo.

Ziganda traf am Dienstagmittag mit 24 Spielern in der Hansestadt ein. Am Abend stand das Abschlusstraining in der Arena auf dem Programm. Der 39-Jährige hofft aber vor allem auf das Rückspiel im Hexenkessel des Stadions Reyno de Navarra. "Wir müssen versuchen, den kleinen Vorteil zu nutzen, dass wir zuerst auswärts antreten", meint Ziganda: "Fast jeder sieht den HSV als Favoriten, aber wir kommen nicht als Opfer."

© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%