Fußball Champions-League
HSV will gegen Porto letzte Chance ergreifen

Heute trifft der Hamburger SV am vierten Spieltag der Champions League auf den FC Porto (20.45 Uhr/live im DSF). Für den Bundesligisten geht es dabei um die letzte Chance in der "Königsklasse".

Für den Hamburger SV steht im vierten Champions-League-Spiel heute (20.45 Uhr/live im DSF) gegen den FC Porto viel auf dem Spiel. Ein Heimsieg für die nach drei Spielen noch punktlosen Hanseaten ist Pflicht, damit aus dem Traum von der "Königsklasse" nicht endgültig ein Albtraum wird. Nur mit einem Dreier kann der Klub wenigstens noch auf die Teilnahme am Uefa-Cup als Gruppendritter hoffen - das ursprüngliche Ziel Achtelfinale ist nach dem peinlichen 1:4 im Hinspiel in Portugal ohnehin praktisch passe.

"Wir wollen zeigen, dass der HSV noch da ist, wir wollen uns in Europa beweisen", fordert Trainer Thomas Doll von seinen Spielern. Aber statt mit frischem Selbstvertrauen aus der Bundesliga die schwere Aufgabe gegen den portugiesischen Tabellenführer anzugehen, gab es beim 0:0 am Samstag gegen Hannover 96 wieder einen Rückschlag. Der HSV-Coach reagierte auf die erneute Enttäuschung mit Sonderschichten: "Vormittags Training, nachmittags taktische Schulung - das werde ich bis zum Abwinken machen."

Feinabstimmung fehlt noch

Die Feinabstimmung in dem spät zusammengestellten und von zahlreichen Verletzungen gebeutelten Team ist überhaupt noch nicht da, nur Einsatzbereitschaft und Moral stimmen. "Ich dachte, wir wären schon weiter", klagte Doll, der sich auf Video noch einmal mit den Partien gegen Hannover und auch in Porto "folterte": "Ich werde die Fehler immer wieder ansprechen, bis es den Spielern zu den Ohren rauskommt."

Er wird genau beobachten, wie weit der Lernprozess am Mittwoch gediehen ist. "Wir hatten alle andere Erwartungen und müssen nun hart arbeiten", sagt Verteidiger Joris Mathijsen, der das Achtelfinale bereits abgeschrieben hat: "Die Champions League ist für uns praktisch vorbei."

Sorin fit, Benjamin fällt aus

Mit dabei ist auf jeden Fall der argentinische Star Juan Pablo Sorin, der gegen Hannover einen "Pferdekuss" erlitten hatte, aber von den Ärzten grünes Licht für einen Einsatz erhielt. Dagegen ist Defensivakteur Collin Benjamin wegen einer Zerrung im rechten Oberschenkel kurzfristig ausgefallen.

Für Kapitän Rafael van der Vaart, der nach seiner langen Verletzungspause gegen Porto sein erstes Champions-League-Spiel für den HSV bestreitet, geht es auch darum, dass sein Verein nicht zur Blamage für die ganze Bundesliga wird. "Es kann nicht sein, dass am Ende ganz Europa über uns lacht", fordert der Niederländer, "wir müssen in der Champions League auch mal gewinnen."

Porto mit breiter Brust

Der Gegner allerdings kommt mit breiter Brust nach Hamburg. Am Samstag wurde Erzrivale Benfica Lissabon mit 3:2 bezwungen, der Titelverteidiger führt die Tabelle nun allein mit zwei Punkten Vorsprung vor Sporting Lissabon an. Allerdings wurde die Freude von Trainer Jesualdo Ferreira durch eine schwere Verletzung getrübt. Der überragende 18 Jahre alte Spielmacher Anderson erlitt in der 30. Minute einen Wadenbeinbruch und wurde bereits operiert. Der Brasilianer fällt mindestens drei Monate aus.

Die Gäste hatten ihren Flug nach Hamburg bereits für Montag gebucht. Denn mit einem Auswärtssieg könnten sie nicht nur den HSV endgültig distanzieren, sondern mit dann sieben Punkten zu den beiden Führenden Zska Moskau (7 Punkte) und FC Arsenal (6) aufschließen, die im Emirates Stadion aufeinandertreffen.

© SID

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