Fußball Champions-League
Istanbul gewinnt zuhause gegen Chelsea

Fenerbahce Istanbul hat in der Champions-League gegen Chelsea das Viertelfinal-Hinspiel mit 2:1 (0:1) gewonnen. Damit drehte "Fener" das Spiel noch in der zweite Halbzeit.

Ein Traumtor des Brasilianers Deivid lässt Englands Pokalsieger FC Chelsea um den Einzug ins Halbfinale der Champions League zittern. Der Torjäger schoss den türkischen Meister Fenerbahce Istanbul im Viertelfinal-Hinspiel zum 2:1 (0: 1)-Erfolg gegen das Team des russischen Öl-Milliardärs Roman Abramowitsch, nachdem er mit einem Eigentor die Londoner noch unfreiwillig in Führung gebracht hatte (13.).

Doch in der 81. Minute machte er mit einem Gewaltschuss aus 30 Metern seinen Fehler wieder wett, machte die erste Niederlage Chelseas im laufenden Wettbewerb perfekt und lässt die fanatischen "Fener"-Fans vom ersten Halbfinaleinzug der Vereinsgeschichte in der "Königsklasse" träumen. Colin Kazim-Richards hatte zuvor in der 65. Minute den Ausgleich erzielt und damit eine Chelsea-Serie von 685 Minuten ohne Gegentor beendet.

Die "Blues" um Nationalmannschaftskapitän Michael Ballack haben es im Rückspiel am 8. April an der heimischen Stamford Bridge noch selbst in der Hand, zum dritten Mal innerhalb von vier Jahren das Halbfinale der "Königsklasse" zu erreichen und den Traum vom ersten Champions-League-Triumph weiterleben zu lassen. 2005 und 2007 war Chelsea in der Runde der letzten Vier jeweils am FC Liverpool gescheitert, der auch in diesem Jahr wieder der Gegner werden könnte.

Chelsea Serie ohne Gegentore reißt nach 685 Minuten

Nach dem frühen Führungstreffer durch ein Eigentor des Fener-Torjägers Deivid bereits in der 13. Minute verließ sich Chelsea zunächst auf seine herausragende Defensive, die zuvor in der "Königsklasse" in acht Spielen erst zwei Tore kassiert hatte. Doch in der 65. Minute kamen die Türken etwas überraschend durch Colin Kazim-Richards zum Ausgleich. Für Chelsea endete damit eine Serie von 685 Minuten ohne Gegentreffer.

Im Hexenkessel Sükrü Saracoglu in Istanbul blieben die Gäste zunächst eiskalt und bestimmten die erste Halbzeit. Nach dem Eigentor des Brasilianer Deivid, der eine Flanke von Florent Malouda ins eigene Netz ablenkte, hätte Chelsea das Ergebnis noch ausbauen können. Ein Fernschuss von Michael Essien aus 25 Metern touchierte noch die Latte des Fener-Tores. Didier Drogba, von Trainer Avram Grant zunächst als einzige Spitze aufgeboten, scheiterte mit einem Schuss aus der Drehung am türkischen Nationaltorhüter Volkan Demirel, der seinen Klub mit drei gehaltenen Elfmetern gegen den FC Sevilla erstmals ins Viertelfinale des "Königsklasse" gebracht hatte.

Nach dem Seitenwechsel wurde das Team des früheren brasilianischen Mittelfeldstars Zico ein wenig munterer. Alex kam bei einer Kopfballchance aber nicht richtig an den Ball, der frühere Chelsea-Stürmer Mateja Kezman scheiterte mit einem Fallrückzieher an Carlo Cudicini.

Deivid mit Sonntagschuss in den Winkel

Chelsea überstand diese kurze Drangperiode aber unbeschadet und wäre durch einen Fernschuss von Ballack, der neben Frank Lampard in dessen 50. Champions-League-Spiel von Beginn an im Mittelfeld spielte, fast zum zweiten Treffer gekommen. Volkan Demirel wehrte den Ball aber ab.

Fast aus heiterem Himmel fiel dann aber der Ausgleich, als ein langer Pass die Chelsea-Abwehr aushebelte und der zu Saisonbeginn aus Sheffield gekommene Kazim-Richards Cudicini freistehend keine Abwehrchance ließ. Noch überraschender kam dann der fünfte Champions-League-Treffer von Deivid, der fast aus dem Stand den Ball in den Winkel jagte.

© SID

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