Fußball Champions-League
Kaka: "Wir werden Manchester United rauswerfen"

Vor dem Halbfinal-Rückspiel (heute 20.45 Uhr) zweifelt beim AC Mailand keiner am Einzug ins Finale der Champions-League am 23. Mai in Athen. Doch auch Gegner Manchester United rechnet sich seine Chancen aus.

Das Hinspiel bei Manchester United ging zwar mit 2:3 verloren, doch vor dem Halbfinal-Rückspiel am Mittwoch (20.45 Uhr) zweifelt beim AC Mailand keiner am Einzug ins Finale der Champions-League am 23. Mai in Athen. "Wir werden Manchester United rauswerfen", verspricht Milan-Ass Kaka, und Weltmeister Andrea Pirlo ist sich sicher: "Wir kommen ins Endspiel."

Auch Trainer Carlo Ancelotti gab zu, schon ans Finale zu denken - es wäre das dritte für den sechsmaligen Sieger binnen fünf Jahren. Ancelottis Taktik ist einfach. "Wir dürfen Manu nicht die Kontrolle überlassen, nicht einmal für 15 Minuten", sagte er. Stattdessen sind seine Stars aufgefordert, Manchester unter Druck zu setzen, um das zum Weiterkommen nötige Tor zu erzielen.

Inzaghi ist Milans einzige Spitze

Stürmer Alberto Gilardino wird aber zunächst auf der Bank Platz nehmen müssen, Filippo Inzaghi ist Milans einzige Spitze. "Gilardino hat erst ein Tor in der Champions League erzielt. Er ist noch nicht erfahren genug, um mit dem Druck in diesem Wettbewerb umzugehen", sagte Ancelotti. Der Trainer hofft zudem, Paolo Maldini einsetzen zu können. Der Kapitän leidet an Knieproblemen.

Sicher dabei ist Mittelfeld-Arbeiter Gennaro Gattuso, der sich im Hinspiel verletzt hatte. In einem offenen Brief, der im Corriere della Sera abgedruckt wurde, forderte Gattuso die Fans auf, das Team im Giuseppe-Meazza-Stadion noch besser als gewohnt zu unterstützen. "Auch im Namen meiner Mannschaftskollegen bitte ich San Siro darum, uns diesen ultimativen Schub in Richtung Athen zu geben. Dann werden wir gemeinsam dorthin fahren", schrieb er.

Mit Charakter, Persönlichkeit und Selbstvertrauen

Beim 1:0-Sieg am Wochenende beim FC Turin hat Ancelotti sechs Stammspieler geschont. Auch Kaka, in Manchester mit zwei Toren der überragende Mailänder, blieb draußen. Der Brasilianer glaubt, "dass wir United schlagen können, wenn wir spielen, wie in der ersten Hälfte des Hinspiels: Mit Charakter, Persönlichkeit und Selbstvertrauen."

United baut indes auf das Selbstbewusstsein des Tabellenführers der englischen Liga. Das 4:2 nach 0:2-Rückstand beim FC Everton habe seinem Team "einen Schub" gegeben, meinte Teammanager Alex Ferguson. "Ich würde nicht sagen, dass wir Favoriten sind, aber wir haben eine große Chance", sagte der Schotte.

Ferguson muss auf den gelb-gesperrten Verteidiger Patrice Evra verzichten, kann den angeschlagenen Abwehrspieler Rio Ferdinand aber wohl einsetzen. Die Statistik spricht gegen sein Team: Dreimal trat Manu im Europacup bei Milan an, dreimal gewannen die Italiener. Dem Gast gelang bei sieben Gegentreffern kein einziges Tor. Im Mai 1958 verspielten die "Red Devils" das einzige Mal im Meistercup einen Sieg aus dem Hinspiel - im Halbfinale gegen Milan (2:1/0:4).

Seit 1999, als Manu den Cup gegen Bayern München gewann, stand Manchester nicht mehr im Finale. Wie damals peilt der Klub in diesen Tagen das Triple aus Meisterschaft, FA-Cup und Champions League an. Doch selbst wenn der Coup gelingen und das Endspiel der "Königsklasse" zum dritten Mal erreicht würde, erwartete die mitgereisten Fans eine "trockene" Party: Aus Angst vor Ausschreitungen englischer Hooligans wird in weiten Teilen Mailands kein Alkohol verkauft.

© SID

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