Fußball Champions League
Mailand empfängt Madrid zum Gipfeltreffen

Eigentlich stand die Wiedersehens-Party mit Kaka auf dem Programm, doch nun droht die Abschieds-Vorstellung für Manuel Pellegrini: Das Giganten-Duell in der Champions League zwischen dem AC Mailand und Real Madrid heute (20.45 Uhr/live bei Sky) steht für den chilenischen Real-Trainer unter keinen guten Vorzeichen - schließlich soll sein potenzieller Nachfolger Roberto Mancini bereits in den Startlöchern stehen.

Die zuletzt aufgekommenen Gerüchte über ein mögliches Engagement des Italieners bei den "Königlichen" erhielten nun durch die Auflösung des Vertrags zwischen Mancinis Ex-Klub Inter Mailand und dem Coach neue Nahrung. Mancini wäre frei für den spanischen Rekordmeister, doch die Chefetage Reals hält zumindest in der Öffentlichkeit dem heftig in der Kritik stehenden Pellegrini noch die Stange.

"Wir sind glücklich mit Pellegrini"

"Die Zeitungen sind voll mit den Namen großartiger Trainer. Aber wir sind glücklich mit Pellegrini und wir sind sicher, dass wir die Saison positiv beenden werden. Wir müssen nur geduldig bleiben", sagte Präsident Florentino Perez vor dem Aufeinandertreffen der Topteams der Gruppe C am vierten Spieltag der Gruppenphase. In Spanien machen allerdings bereits Meldungen die Runde, wonach Perez die Partie in Mailand, die unter der Leitung von Schiedsrichter Felix Brych (München) steht, zum Schicksalsspiel für den Coach erklärt habe.

Auch der 2:0-Sieg am Samstag in der Primera Division gegen den FC Getafe hat die Lage Pellegrinis nicht entscheidend verbessert. Zu tief sitzt der Stachel nach der 2:3-Pleite im Hinspiel gegen Mailand und dem blamablen 0:4 im spanischen Königspokal beim Drittligisten Alcorcon. Den von der Presse geforderten Rücktritt lehnte Pellegrini zuletzt aber ab.

Metzelder wurde aus dem Kader gestrichen

Stattdessen suchte der Coach, der in Mailand weiter auf den am Knöchel verletzten Weltfußballer Cristiano Ronaldo verzichten muss, Sündenböcke in der Mannschaft. Als einer der Schuldigen machte Pellegrini den deutschen Nationalspieler Christoph Metzelder aus. Der Verteidiger wurde aus dem Kader gestrichen und kann die Rückkehr seines Teamkollegen Kaka an die alte Wirkungsstätte nur als Zuschauer vefolgen.

Für Nationalmannschafts-Kapitän Michael Ballack sieht es beim englischen Pokalsieger FC Chelsea hingegen rosiger denn je aus. Der 33-Jährige, der seinen 2010 auslaufenden Vertrag gerne verlängern würde, lief zuletzt sogar als Spielführer der "Blues" auf. Ballack und seine Teamkollegen könnten sich nun mit einem Erfolg bei Atletico Madrid bereits das Achtelfinal-Ticket sichern.

"Keine Probleme mit der Konzentration"

Allerdings hat der italienische Teammanager Carlo Ancelotti alle Hände voll damit zu tun, die Aufmerksamkeit beim Tabellenführer der Premier League auf die Partie in der "Königsklasse" zu richten. Schließlich steht am Sonntag das Duell gegen den Meister und Tabellenzweiten Manchester United auf dem Programm. "Sich auf Manu vorzubereiten, ist leicht. Da gibt es sicher keine Probleme mit der Konzentration. Aber wir haben vorher noch ein wichtiges Spiel und brauchen auch da die volle Konzentration", sagte der Coach.

Fast die gleiche Wortwahl benutzte Manchesters Teammanager Alex Ferguson vor dem Spiel in der Wolfsburger Gruppe B gegen Zska Moskau. Der Schotte warnte sein Team vor den Russen, die nach der Entlassung von Juande Ramos mit dem neuen Trainer Leonid Sluzki nach England gekommen sind. "Sie müssen die restlichen Spiele gewinnen, um noch eine Chance zu haben. Und mit einem neuen Coach werden sie versuchen, uns zu überraschen", meinte Sir Alex.

© SID

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