Fußball Champions-League
Metzelder sucht neue Herausforderung

Christoph Metzelder wird Real Madrid zum Saisonende verlassen. "Ich denke nicht, dass der Klub den Vertrag verlängern wird. Ich werde das Abenteuer Madrid beenden", so Metzelder.

Christoph Metzelder wird den spanischen Rekordmeister Real Madrid nach drei Jahren am Saisonende verlassen. "Ich denke nicht, dass der Klub den Vertrag verlängern wird. Und selbst wenn sich an meiner sportlichen Situation jetzt plötzlich etwas ändern sollte, werde ich das Abenteuer Madrid beenden", sagte der 29-Jährige im kicker und liebäugelt mit einer Rückkehr in sein Heimatland: "Als deutscher Spieler ist die Bundesliga immer sehr interessant."

Der frühere Dortmunder ist in seiner Zeit bei den Königlichen, mit denen er 2008 die Meisterschaft feierte, selten über die Rolle des Reservisten herausgekommen. Auch wegen diverser Verletzungen hat Metzelder in der laufenden Saison erst ein Liga-Spiel für Real absolviert. "In puncto Spielpraxis freilich, so ehrlich muss man sein, waren es drei verlorene Jahre", gestand der Abwehrspieler. Bereut hat er den Wechsel aber trotzdem nicht. "Die Zeit bei Real war ein absoluter Gewinn und das Ausloten der eigenen Grenzen sehr wichtig."

WM-Teilnahme abgehakt

Eine Teilnahme an der anstehenden WM in Südafrika hat Metzelder bereits abgehakt. Seit fast einem Jahr habe er keinen Kontakt mehr zu Bundestrainer Joachim Löw. "Realistisch gesehen muss ich deshalb davon ausgehen, dass ich nicht dabei sein werde", sagte der 47-malige Nationalspieler, der zuletzt in den Planungen von Löw keine Rolle mehr gespielt hatte.

Ein wenig ungerecht behandelt fühlt sich der Innenverteidiger dennoch - vor allen Dingen von Löw. Ende der vergangenen Saison habe es Phasen gegeben, in denen er Top-Spiele im Verein gemacht habe. Selbst da war aber der Kontakt zu Löw ausgeblieben. "Es gab ja auch vom Bundestrainer nie das Bestreben, mal ein Spiel von mir live zu sehen", klagte Mettelder: "Das war für mich damals schon ein Zeichen in eine eindeutige Richtung."

Besonders die Kritik an ihm nach dem zweiten Platz der deutschen Nationalmannschaft bei der EM 2008 kann Metzelder bis heute nicht nachvollziehen. "Ich habe mich fünf Monate lang zur EM gekämpft, mit Spritzen und Schmerztabletten durch die Spiele gequält. Da gab es keinen, der sagte: Hochachtung! Stattdessen wurde ich zum Sündenbock abgestempelt", sagte der Vize-Weltmeister von 2002.

© SID

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