Fußball Champions-League: Mourinho an alter Wirkungsstätte im Fokus

Fußball Champions-League
Mourinho an alter Wirkungsstätte im Fokus

Wenn der FC Chelsea am Abend beim FC Porto zum Hinspiel im Achtelfinale der Champions League antritt, dann steht besonders Coach Jose Mourinho im Mittelpunkt des Interesses. Mit Porto gewann Mourinho die "Königsklasse".

Während bei Titelverteidiger FC Barcelona und Achtelfinal-Gegner FC Liverpool vor dem Hinspiel am heutigen Mittwoch (ab 20.45 Uhr) in der Champions League die Nerven blank liegen, kann sich der FC Chelsea um den wiedergenesenen Michael Ballack fast ohne Druck auf die Partie beim FC Porto vorbereiten. Alle Augen sind auf "Heimkehrer" Mourinho gerichtet.

"Ich erwarte vom Publikum eine zweigeteilte Reaktion", sagte der 44-Jährige vor dem Wiedersehen mit den Fans seines ehemaligen Klubs. Im Jahr 2004 hatte Mourinho Porto im Endspiel in Gelsenkirchen zum Champions-League-Titel geführt, ein Jahr zuvor gewann er mit Porto den Uefa-Cup. "Von denen, die nicht verstehen können, dass jemand sich weiterentwickeln will, erwarte ich einige interessante Lieder über mich - solche, wie ich sie in England auch bekomme."

Chelsea hat Mourinho wieder lieb

Beim Tabellenzweiten der Premier League jedenfalls haben die Verantwortlichen nach kurzzeitigen Spekulationen über eine vorzeitige Demission ihr Herz für Mourinho wiederentdeckt. "Wir lieben Jose. Er macht einen großartigen Job. Wir hoffen, dass er bleibt", sagte Chelsea-Vorsitzender Bruce Buck.

Zuletzt hatte Mourinho sich über fehlende Verstärkungen beklagt, da der milliardenschwere russische Klubbesitzer Roman Abramowitsch den Geldhahn zugedreht hatte. Für seinen Ex-Klub sei der Kader aber stark genug, so Mourinho: "Ich werde meinen Spielern sagen, dass sich Porto mehr Sorgen über uns machen muss als wir uns über Porto."

Chelsea reist mit dem Selbstbewusstein von sechs Siegen ohne Gegentreffer an, zudem kehrt der deutsche Nationalmannschafts-Kapitän Ballack nach auskurierter Oberschenkelzerrung in die Startelf zurück. Dagegen fallen der ehemalige Hamburger Profi Khalid Boulahrouz, Joe Cole und Ashley Cole aus.

Streit zwischen Rijkaard und Eto´o beeinträchtigt "Barca"

Beim FC Barcelona belastet der schwelende Streit zwischen dem wiedergenesenen Torjäger Samuel Eto´o und Trainer Frank Rijkaard die Vorbereitung auf das Duell mit Englands Rekordmeister. Beide hatten sich in der vergangenen Woche eine Schlammschlacht geliefert, nachdem sich der Torschützenkönig der Primera Division angeblich gegen seine Einwechslung gewehrt haben soll und den Niederländer anschließend als "bösen Menschen" bezeichnet hatte.

Doch auch wenn der Sturm des Titelverteidigers seit der Knieverletzung des Kameruners nur noch ein laues Lüftchen ist, wird Rijkaard gegen die "Reds" auf ihn verzichten müssen. Eto´o bar den Coach, ihn für die Champions-League-Partie nicht zu berufen, damit er weiter an seiner Fitness arbeiten könne. "Wir spielen noch immer schnellen Fußball, aber wir treffen das Tor zurzeit nicht", erklärte Rijkaard.

Doch auch beim FC Liverpool überschattet ein handfester Streit die Vorbereitung. So soll es nach englischen Medienberichten im Trainingslager vergangene Woche in Portugal zu Handgreiflichkeiten zwischen Craig Bellamy und John Arne Riise gekommen sein. "Die Jungs haben sehr hart gearbeitet, aber wir werden jeden bestrafen, der sich nicht an die Regeln gehalten hat", sagte Trainer Rafael Benitez. Von einer Geldstrafe in Höhe von 120 000 Euro ist die Rede.

Valencia ohne Angst gegen Inter

Unterdessen will sich der FC Valencia beim italienischen Meister Inter Mailand nicht von dessen bestechender Form beeindrucken lassen. "Inter ist seit einem Jahr immer stärker und stärker geworden und in der Liga augenblicklich auf dem Höhepunkt. Aber die Champions League ist etwas ganz anderes", sagte Valencias Stürmer Fernando Morientes. Inter hat als Tabellenführer der Serie A nach einer Siegesserie von 16 Erfolgen bereits 14 Punkte Vorsprung auf den AS Rom.

Die Römer empfangen zum Achtelfinal-Hinspiel Geheimfavorit Olympique Lyon. Gäste-Trainer Gerard Houllier dämpft die Erwartungen: "Unsere Chancen auf ein Weiterkommen liegen bei 50 Prozent", sagte der Coach. Dabei hat der französische Abonnement-Meister in der Champions League von den letzten 13 Auswärts-Partien acht gewonnen.

© SID

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