Fußball Champions-League: Özil und Khedira droht die Ersatzbank

Fußball Champions-League
Özil und Khedira droht die Ersatzbank

In Madrid droht Mesut Özil und Sami Khedira ein Platz auf der Ersatzbank. Chelsea und Arsenal wollen ihre Fans wieder versöhnlich stimmen und der AS Rom wagt einen Neuanfang.

Note 5, Stammplatz in Gefahr: Mesut Özil und Sami Khedira droht beim spanischen Rekordmeister Real Madrid die Strafversetzung auf die Ersatzbank. Die beiden deutschen Nationalspieler haben vor der Auswärtspartie in der Champions League bei AJ Auxerre heute Abend (20.45 Uhr/Sky live) die Gunst von Startrainer Jose Mourinho vorerst verspielt.

"In Auxerre bekommt vielleicht der eine oder andere Spieler, der auf der Bank auf Einsätze wartet, seine Chance", sagte Mourinho vor dem zweiten Spieltag in Europas Königsklasse und kündigte nach der Torflaute in La Liga Veränderungen an. Als wahrscheinlich gilt die Hereinnahme von Karim Benzema, für den französischen Stürmer könnte Özil im offensiven Mittelfeld weichen. Khedira wird fehlende Qualität im Spielaufbau vorgeworfen.

Sechs Tore bei 105 Torschüssen

Özil und Khedira waren nach Reals Nullnummer beim Aufsteiger UD Levante und dem Sturz von der Tabellenspitze von der Zeitung AS mit der Note fünf abgestraft worden. Nun könnte die Rückversetzung auf die Bank durch Mourinho folgen. "Wir müssen wieder unsere Torchancen nutzen", forderte der Portugiese. Bei 105 Torschüssen gelang Real, das zum Auftakt 2:0 gegen Ajax Amsterdam gewonnen hat, in fünf Spielen nur sechs Tore - eine wenig königliche Ausbeute. Im zweiten Spiel der Gruppe G ist Mitfavorit AC Mailand in Amsterdam gefordert.

Wiedergutmachung für ein schwarzes Wochenende wollen auch die englischen Klubs FC Chelsea und FC Arsenal betreiben. Chelsea, der Ex-Klub von Michael Ballack, lässt sich vom Aus im Ligapokal sowie der ersten Pleite in der Premier League beim 0:1 bei Manchester City nicht aus der Ruhe bringen. "Der Titel in der Champions League ist unser Ziel, wir lassen uns nicht vom Weg abbringen", verkündete Florent Malouda vor dem Heimspiel der Blues in der Gruppe F gegen Olympique Marseille weiterhin selbstbewusst.

Arsene Wenger will eine schonungslose Aufarbeitung

Aufgeheizt ist dagegen die Stimmung beim FC Arsenal vor der Partie in der Gruppe H bei Partizan Belgrad. Das blamable 2:3 in der Liga gegen West Bromwich Albion hat deutliche Spuren hinterlassen. "Wir müssen uns zusammensetzen und analysieren, was passiert ist", erklärte Arsenal-Teammanager Arsene Wenger. Der Franzose kündigte eine schonungslose Aufarbeitung an, denn er habe sein Team "nicht wiedererkannt".

Die englischen Medien haben vor allem Torhüter Manuel Almunia als Schuldigen ausgemacht und an den Pranger gestellt. Der Spanier fällt aufgrund einer Ellbogenverletzung in Belgrad aus. Doch Wenger will ohnehin nichts von einem "Bauernopfer" wissen: "Es waren alle schlecht." Nach dem Intermezzo in der Champions League muss Arsenal am Sonntag bei Chelsea antreten.

Der AS Rom hat die Krise überwunden

Der AS Rom will den Rückenwind vom 1:0 gegen Inter Mailand nutzen und nach dem Befreiungsschlag in der Serie A nun in Europa gegen CFR Cluj durchstarten. "Die Krise ist überwunden", sagte Trainer Claudio Ranieri, der mit der Roma zum Auftakt in der Gruppe E mit 0:2 beim deutschen Meister Bayern München verloren hatte. Doch den Fehlstart hat Ranieri, über dessen mögliche Ablösung durch Ex-Nationaltrainer Marcello Lippi schon wild spekuliert worden war, abgehakt: "Für uns beginnt die Saison jetzt von Neuem."

© SID

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