Fußball Champions-League
Perez wird kampflos Real-Präsident

Florentino Perez hat kampflos das Amt als Präsident vom spanischen Rekordmeister Real Madrid übernommen. Bis zuletzt hatte sich kein Gegenkandidat für den Bauunternehmer gefunden.

Neuer Präsident, neuer Trainer, neue Hoffnung: Der spanische Rekordmeister Real Madrid hat am Montag innerhalb weniger Stunden die Weichen für eine bessere Zukunft gestellt. Kurz nachdem beim Klub des deutschen Nationalspielers Christoph Metzelder der steinreiche Bauunternehmer Florentino Perez seine Rückkehr ins Präsidentenamt feiern durfte, bestätigte der Verein am Montagabend den Wechsel von Trainer Manuel Pellegrini vom Ligarivalen FC Villarreal zu den Königlichen. Er soll bereits am Dienstag (12.00 Uhr) offiziell vorgestellt werden.

Dass der Chilene Pelligrini nach der Absage von Wunschkandidat Arsene Wenger bei Real Nachfolger des glücklosen Juande Ramos wird, hatte zuvor bereits Villarreals Präsident Jose Manuel Llaneza bestätigt. "Wir sind uns mit Real über einen Wechsel von Pellegrini einig. Er ist damit von seinen Aufgaben bei uns entbunden", sagte Llaneza. Als Ablöse für Pellegrini sind rund vier Mill. Euro im Gespräch.

Zuvor war dem milliardenschweren Bauunternehmer Perez der Posten des Präsidenten quasi in den Schoß gefallen, weil sich für die ursprünglich am 14. Juni geplante Wahl kurzfristig kein Gegenkandidat gefunden hatte. Die Frist zur Meldung endete am Sonntag um 24.00 Uhr. Der neue Präsident wurde am Montag in einer offiziellen Zeremonie im Estadio Santiago Bernabeu "vereidigt". Perez ist Nachfolger des zurückgetretenen Ramon Calderon, dessen Geschäfte zuletzt kommissarisch Vicente Boluda führte.

Zidane erhält Beraterposten

Auf der ersten Sitzung wurden bereits die ersten Personalentscheidungen auf dem Weg gebracht. Der französische Welt- und Europameister Zinedine Zidane, den Perez während seiner ersten Regentschaft als Spieler nach Madrid geholt hatte, wird offiziell als Berater des Präsidenten fungieren. Auch der ehemalige Sportdirektor Jorge Valdano wird als General-Direktor zu Real zurückkehren.

Am Donnerstag hatte der bis dahin einzige Gegenkandidat von Perez, Eduardo Garcia, seine Bewerbung um den Vorsitz zurückgezogen. Der 29 Jahre alte Informatik-Unternehmer Garcia hatte es nicht geschafft, die nötige Bürgschaft in Höhe von 54,7 Mill. Euro zu stellen. Garcia hatte den kroatischen Nationaltrainer Slaven Bilic und Didier Drogba vom FC Chelsea als "Antrittsgeschenke" versprochen.

"Real Madrid braucht eine Revolution"

"Real Madrid braucht eine Revolution, die die Begeisterung zurückbringt. Die Geschichte Reals verpflichtet uns, immer einige der besten Spieler der Welt zu haben. Wir müssen den Fans wieder ein spektakuläres Team mit großen Spielern bieten", sagte der einstige Architekt der "Galaktischen" in einem Interview mit der Tageszeitung El Pais. In seiner ersten Amtszeit von 2000 bis 2006 hatte Perez neben Zidane Weltstars wie Luis Figo oder David Beckham in die spanische Hauptstadt geholt. Real gewann 2000 und 2002 die Champions League.

Perez hatte nun angekündigt, wieder vermehrt auf spanische Spieler zu setzen. Allerdings sollen auch die Stars Kaka (AC Mailand), Cristiano Ronaldo (Manchester United) oder Franck Ribery vom deutschen Rekordmeister Bayern München auf der Einkaufsliste stehen.

© SID

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