Fußball Champions-League
Piräus beerdigt Werders Champions-League-Träume

Werder Bremen hat das Achtelfinale der Champions League verpasst. Das Team von Coach Thomas Schaaf unterlag Olympiakos Piräus 0:3 (0:1). Damit beendete Werder die Gruppenphase als Tabellendritter und ist nun im Uefa-Cup.

Das Maximalziel verpasst, aber zumindest das Minimalziel erreicht: Nach einer derben 0:3 (0:1)-Niederlage beim griechischen Meister Olympiakos Piräus überwintert Werder Bremen erneut nur im Uefa-Pokal. Die Gastgeber hingegen feierten in ihrem 100. Europapokal-Spiel einen verdienten Sieg und stehen erstmals seit zehn Jahren wieder im Achtelfinale der Champions League.

Vor 33 500 Zuschauern im ausverkauften Karaiskakis-Stadion legte ein früher Treffer von Ieroklis Stoltidis bereits nach zwölf Minuten den Grundstein zum Erfolg. Der Mittelfeldspieler kam aus 18 Metern Entfernung freistehend zum Schuss und ließ Werder-Torhüter Tim Wiese keine Abwehrmöglichkeit. Bei diesem Angriff der Platzherren wirkte die Bremer Hintermannschaft insgesamt zu zögerlich. Für die entgültige Entscheidung sorgten in der 70. Minute Darko Kovacevic per Kopfball sowie erneut Stoltidis vier Minuten später.

Schaaf: "Wir sind enttäuscht"

Werder-Trainer Thomas Schaaf war entsprechend bedient nach dem Abpfiff: "Wir sind natürlich enttäuscht. Wir hatten uns durch das letzte Spiel selbst wieder ins Rennen gebracht, aber heute hat es nicht gereicht. Wir haben uns bemüht, aber nicht den Weg ins Tor gefunden."

Nicht nur in den Szenen bei den Gegentoren vermissten die Gäste Nationalverteidiger Per Mertesacker. Der lange Defensivspieler saß wegen einer noch nicht völlig auskurierten Grippe nur auf der Reservebank und konnte der Hintermannschaft der Hanseaten nicht die gewohnte Stabilität verleihen. "Bei dem Gegentor haben wir es den Griechen zu leicht gemacht", kritisierte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs bereits in der Halbzeitpause.

Aber auch die Offensive der Grün-Weißen blieb in der griechischen Hafenstadt deutlich unter ihren Möglichkeiten. Zwar bemühte sich Torjäger Boubacar Sanogo immer wieder darum, das gegnerische Tor in Gefahr zu bringen, doch der Ivorer war zumeist auf sich allein gestellt. Die beste Möglichkeit zum Ausgleich vergab der frühere Hamburger in der 24. Minute, als er aus kurzer Distanz an Piräus-Schlussmann Antonios Nikopolidis scheiterte. Drei Minuten nach Wiederbeginn musste Konstantinos Mendrinos auf der Torlinie für seinen bereits geschlagenen Keeper nach einem Kopfball von Naldo klären.

Aber auch die Mannschaft von Trainer Takis Lemonis hatte ihre Möglichkeiten, weit früher eine Entscheidung zu erzwingen. Gleich zweimal scheiterte der brandgefährliche Kongolese Lomana Lualua in der zwölften und 16. Minute. Doch spätestens nach dem zweiten Treffer für den 35-maligen griechischen Meister war die Partie für die Platzherren entschieden. Dieser Sieg bedeutete gleichzeitig auch den ersten Heimerfolg für Piräus in der laufenden Saison der "Königsklasse".

Auch nach dem Abpfiff von Schiedsrichter Laurent Duhamel aus Frankreich war noch nicht geklärt, wann die Bremer Mannschaft aus Griechenland zurückkehren würde. Pünktlich um Mitternacht begann ein 24-stündiger Streik, der die planmäßige Rückreise der Norddeutschen stark gefährdete. Ein Notplan, der vorsah, noch in der Nacht nach Deutschland zurückzufliegen, wurde jedenfalls kurzfristig verworfen.

© SID

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