Fußball Champions-League
Platini hat Reformpläne im Koffer

Uefa-Präsident Michel Platini bringt zur ersten Sitzung der neu einberufenen Strategie-Kommission Reformen der Champions League mit. So soll in Zukunft der Pokalsieger ein Startrecht in der "Königsklasse" haben.

Der Champions League stehen offenbar einige Reformen ins Haus. Der Präsident der Europäischen Fußball-Union (Uefa), Michel Platini, will die Zugangs-Kriterien zur Champions League ab der Saison 2009/10 ändern. Vor der ersten Sitzung der neu einberufenen Strategie-Kommission macht er aus seinen Plänen ein Staatsgeheimnis, doch sickerten aus gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen folgende zwei revolutionäre Ideen durch.

Erstens: Um die Verbände, die ihn letztlich gewählt haben, auf Kosten der Ligen zu stärken soll in Zukunft der Pokalsieger ein Startrecht in der Champions League und nicht nur im Uefa-Pokal haben.

Ziel: Die Profiklubs nehmen den Pokal wieder ernst und scheiden nicht "freiwillig" aus, um Termine für lukrative Freundschaftsspiele freischaufeln zu können. Randnotiz: Ist der Pokalsieger schon für die Champions League qualifiziert, hat der Verlierer nicht, wie bislang im Uefa-Cup, das automatische Startrecht. Der Platz würde an die Liga zurückfallen. Für die Bundesliga würde dieses bedeuten: Zwei statt drei Startplätzen, denn der dritte geht an den Pokalsieger.

Zweitens: In der 3. Qualifikationsrunde der Königsklasse werden die Top-Teams nicht mehr gesetzt, sondern gegeneinander gelost. Praktische Konsequenz hätte nach dieser Regelung in diesem Jahr sein können: Bulgariens Meister spielt gegen den von Rumänien, Werder Bremen gegen den FC Liverpool. So kegeln sich die großen Klubs gegenseitig raus, und die "Kleinen" ziehen in die Champions League ein. Und Platini hätte sein Wahlversprechen erfüllt.

© SID

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