Fußball Champions-League
Podolski bringt Wirbel in CL-Vorbereitung

Vor dem Champions-League-Heimspiel von Bayern München gegen Steaua Bukarest (20.45 Uhr) hat der abwanderungswillige Lukas Podolski mit einem Vorstoß für Gesprächsstoff gesorgt.

Kaum läuft es sportlich bei den Bayern wieder richtig rund, sorgt einmal mehr Lukas Podolski vor dem Champions-League-Heimspiel gegen Steaua Bukarest für den nächsten Zündstoff beim deutschen Rekordmeister aus München.

"Ich habe für mich die Entscheidung getroffen, dass ich den Verein im Winter verlassen möchte", sagte der Nationalspieler der Bild-Zeitung ausgerechnet vor dem letzten Heimspiel in der Gruppenphase (20.45 Uhr/live bei Premiere) zu Beginn der von Manager Uli Hoeneß ausgerufenen "Wochen der Wahrheit". Ein Punkt reicht der Mannschaft von Trainer Jürgen Klinsmann zum Einzug ins Achtelfinale, drei sollen es werden, um die Chance auf den Gruppensieg zu wahren.

Hoeneß schließt Podolski-Wechsel im Winter aus

Podolski erklärte indes, er habe "den Verantwortlichen bereits mitgeteilt, dass ich im Winter weg will". Doch der Konter von Klinsmann folgte am Montag prompt. "Dadurch ändert sich gar nichts. Wir wollen mit Minimum vier Stürmern in die Rückrunde gehen - und einer davon ist Lukas Podolski", sagte der Bayern-Coach und erteilte wie zuvor schon Hoeneß den Wechselplänen des 23 Jahre alten Nationalspielers, dessen Einsatz gegen Bukarest fraglich ist, eine deutliche Abfuhr.

Er rede ständig mit Podolski, betonte Klinsmann weiter, "und leider immer in der gleichen Art und Weise, nämlich, dass er sich durchboxen muss. Die Konstellation ist einfach so. Das ist das Einzige, was ich ihm mit auf den Weg geben kann."

Es sei "sicherlich nicht einfach für Lukas", erklärte auch Kapitän Mark van Bommel: "Aber er muss sich jetzt durchsetzen." Die Bayern leihen ab Januar den US-Amerikaner Landon Donovan als vierten Stürmer neben Bankdrücker Podolski und den beiden Platzhirschen Luca Toni und Miroslav Klose aus.

Gerüchte um Schweinsteiger

Für zusätzlichen Wirbel vor dem Spiel gegen Bukarest sorgten übereinstimmende Meldungen italienischer Zeitungen, wonach Juventus Turin bereits ein offizielles Angebot für Bastian Schweinsteiger abgegeben habe. Ziel sei es, ihn bereits ab Januar als Ersatz für den Tschechen Pavel Nedved zu verpflichten. Die Bayern hatten zuletzt betont, Schweinsteiger unbedingt halten zu wollen.

Laut kicker wird sich der 24 Jahre alte Nationalspieler Mitte der Woche zudem mit Real Madrids Technischem Direktor Miguel Angel Portugal in München treffen. Daneben soll weiterhin der AC Mailand an dem Mittelfeldspieler interessiert sein, dessen Vertrag im kommenden Sommer ausläuft.

Dabei hatte Klinsmann nach der gelungenen 4:1-Generalprobe gegen Energie Cottbus versucht, seine Spieler auf den rumänischen Vizemeister zu fokussieren. "Unsere ganze Konzentration gilt erst einmal dem Hammerspiel gegen Bukarest. Dieses Spiel hat eine ungeheure Bedeutung für uns", sagte der Trainer: "Mit einem Punkt können wir ins Achtelfinale vorstoßen und unser großes Ziel erreichen." Schweinsteiger betonte ebenfalls: "Wir wollen gegen Bukarest alles klarmachen. Wir wollen nicht nach Lyon fahren mit dem Druck, dort etwas holen zu müssen."

"Bukarest wird uns alles abverlangen"

Klinsmann warnte zudem vor den Gästen aus Rumänien, obwohl die seit elf Spielen auf einen Sieg warten. "Bukarest wird uns alles abverlangen. Es gibt keinen Grund euphorisch zu sein", mahnte der Coach: "Erst wenn wir das Spiel gegen Bukarest abgeschlossen haben, können wir wieder über die Bundesliga und über die Spiele gegen Leverkusen und Hoffenheim reden."

Die seit zehn Pflichtspielen ungeschlagenen Bayern können personell nahezu aus dem Vollen schöpfen. Martin Demichelis ist wohl trotz seiner jüngsten muskulären Probleme dabei, genauso wie Podolski, der zuletzt wegen einer Oberschenkelprellung fehlte. Dass sich seine Einsatzchancen nach seiner neuerlichen Provokation erhöht haben, ist allerdings nicht anzunehmen.

© SID

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