Fußball Champions-League
Potsdam will Revanche, FCR hofft auf Grings-Tore

In den Achtelfinal-Hinspielen der Champions League hat Potsdam mit Gegner Bröndby noch eine Rechnung offen. Duisburg hofft gegen Linköping einmal mehr auf Torgarantin Inka Grings.

Erst die Leichtgewichte, nun die dicken Brocken: Nachdem die Fußballerinnen von Meister Turbine Potsdam, Uefa-Cup-Sieger FCR Duisburg und Vizemeister Bayern München die erste Hauptrunde der Champions League gegen schwache Konkurrenten mühelos überstanden haben, warten in den Achtelfinal-Hinspielen am heutigen Mittwoch ganz andere Kaliber.

"Torbienen" wollen Revanche

Dabei haben vor allem die Potsdamer mit ihrem Gegner Bröndby IF noch eine Rechnung offen. Die Däninnen schalteten Potsdam vor zwei Jahren im Viertelfinale des Uefa-Cups aus. Für Turbine-Trainer Bernd Schröder ist heute ab 19 Uhr die Zeit der Revanche gekommen. "Das spielt bei uns eine Rolle. Wir wollen die Rechnung begleichen", sagte der Coach vor der Begegnung: "Man darf aber natürlich nicht vergessen, dass es jetzt eine andere Situation und eine andere Mannschaft ist."

Für Schröder zählt im Hinblick auf das Rückspiel eine Woche später nur ein klarer Erfolg. "Wir müssen im Hinspiel daheim unsere Kräfte bündeln und ordentlich vorlegen", erklärte der Coach des Tabellenzweiten der Bundesliga, der beim 4:1-Punktspielsieg am Sonntag beim USV Jena seine beiden Nationalspielerinnen Anja Mittag (muskuläre Probleme) und Fatmire Bajramaj (Knieblessur) vorzeitig vom Feld nahm, um sie für die "Königsklasse" zu schonen.

Grings soll wieder knipsen

Die Schonung der Topspielerin war dagegen beim Spitzenreiter Duisburg vor der Partie gegen den schwedischen Meister Linköping FC (19.30 Uhr) kein Thema. Die seit Wochen in überragender Form spielende EM-Torschützenkönigin Inka Grings, die in dieser Saison bereits 14 Treffer erzielt hat und für die Wahl zur Weltfußballerin nominiert wurde, traf an ihrem 31. Geburtstag beim 4:1 gegen den SC Bad Neuenahr dreimal, wurde aber dennoch nicht ausgewechselt.

"Inka hat derzeit nicht nur spielerische Klasse, sie ist auch körperlich superfit. In dieser Form kann sie ewig 90 Minuten durchspielen", sagte FCR-Trainer Martina Voss-Tecklenburg und antwortete auf die Frage, warum sie ihrer Spielführerin keine Pause gönnte.

Gegen die Schwedinnen braucht Voss-Tecklenburg wiederum eine Grings in Topform. Schließlich gilt Linköping wie Duisburg als Titelkandidat. "Bei diesem Spiel gegen einen gleichstarken Gegner brauchen wir die Unterstützung von jedem Fan. Für mich hat Linköping das Zeug zum Champions-League-Gewinner", äußerte die Trainerin. Ähnlich sieht es auch Duisburgs Manager Guido Lutz: "Da treffen zwei Gegner der europäischen Spitzenklasse aufeinander. Wir erwarten ein hochklassiges und spannendes Spiel."

Im Gegensatz zu Potsdam und Duisburg müssen die Bayern zunächst auswärts beim HSC Montpellier (18 Uhr) antreten. Dabei wollen sich die Münchnerinnen, die nach zwei Niederlagen in Folge am Samstag endlich wieder einen Sieg in der Liga feiern konnten (6:2 gegen Aufsteiger 1. FC Saarbrücken), eine gute Ausgangsbasis für das Rückspiel schaffen. "Ich bin sicher, dass wir in Montpellier eine gute Rolle spielen", sagte Trainer Günter Wörle.

© SID

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