Fußball Champions-League: Premiere und DSF einigen sich auf Kooperation

Fußball Champions-League
Premiere und DSF einigen sich auf Kooperation

Unter der neuen Marke "Champions TV" hat der Pay-TV-Sender Premiere eine Kooperation mit dem DSF vereinbart. "Champions-TV" soll pro Spieltag eine Partie der Champions League live und unverschlüsselt zeigen.

Premiere wird erstmals Partien der Champions League live im frei empfangbaren Fernsehen ausstrahlen. Der Pay-TV-Sender vereinbarte für die kommenden drei Jahre eine strategische Kooperation mit dem Deutschen Sportfernsehen (DSF) unter der neuen Marke "Champions TV" und konnte somit verhindern, dass die Rechte wieder an die Europäische Fußball-Union (Uefa) zurückfallen.

Live-Spiele ab der Saison 2006/2 007

Ab der Spielzeit 2006/2 007 zeigt "Champions TV" an jedem Spieltag der "Königsklasse" eine europäische Top-Begegnung live und unverschlüsselt. An den 13 Spieltagen sollen ausgewählte Begegnungen aller deutscher Mannschaften und Highlights weiterer Spiele in einem dreistündigen Programm ausgestrahlt werden.

Premiere hatte im August 2005 alle Live-TV-Rechte an der Champions League für die Spielzeiten 2006/2 007 bis 2008/2 009 erworben. Bis Monatsende hatte der Pay-TV-Sender der Uefa jedoch einen Sender benennen müssen, der pro Runde ein Spiel im Free-TV ausstrahlt. Ansonsten hätte Premiere die Rechte an die Uefa zurückgeben müssen.

Die öffentlich-rechtlichen Anstalten sowie Sat.1, das in dieser Saison die Champions League im frei empfangbaren Fernsehen überträgt, wollten keine Kooperation mit Premiere eingehen. Abgesehen vom Preis war auch ein Streitpunkt, welche Spiele übertragen werden dürfen.

DSF setzt auf neues Format

Das DSF hat in den letzten Jahren bereits die Rechte an den U21-Länderspielen, am Live-Spiel der 2. Liga am Montag, an den beiden Sonntagsspielen der Bundesliga und zuletzt weitgehend am Uefa-Cup erworben. Mit dem neuen Format erhofft sich das DSF eine Steigerung des Marktanteils und eine Festigung der Positionierung als Fußballsender.

Premiere hatte nach dem Kauf der Rechte an der Champions League kurzfristig sogar erwogen, das DSF zu kaufen, um auch einen Sender im Free-TV zu besitzen. Aber nach dem Verlust der Bundesliga-Rechte ab der kommenden Saison an Arena und dem damit verbundenen Kurseinbruch an der Börse wurden diese Pläne ad acta gelegt.

© SID

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