Fußball Champions-League
Rangers spielen im "Endspiel" auf Sieg

Den Glasgow Rangers reicht heute zum Abschluss der Gruppenphase gegen Lyon ein Remis zum Achtelfinal-Einzug. Trotzdem spielen die Schotten auf Sieg. Den benötigt Fenerbahce Istanbul gegen Zska Moskau zum Weiterkommen.

Als krasser Außenseiter in die Champions League gestartet, stehen die Glasgow Rangers vor dem abschließenden Spieltag der Vorrundengruppe E schon mit einem Bein im Achtelfinale. Dem schottischen Fußball-Rekordchampion reicht heute Abend bereits ein Unentschieden gegen den französischen Serienmeister Olympique Lyon (20.45 Uhr/live bei Premiere) zum großen Coup. Teammanager Walter Smith will dennoch den Sieg.

"Wir gehen die Begegnung wie jede andere an und geben alles, um zu gewinnen", sagte Smith vor dem "Endspiel" um einen von insgesamt nur noch zwei freien Plätzen für die Runde der letzten 16. Der 59 Jahre alte Trainer stellte klar: "Ich habe noch nie in meiner Karriere überlegt, auf Remis spielen zu lassen."

Da der deutsche Meister VfB Stuttgart selbst bei einem Sieg beim FC Barcelona Gruppenletzter bliebe, sind die Schotten zumindest mit einem Uefa-Cup-Platz abgesichert. Doch das Smith-Team will mehr. Dabei setzen die Rangers besonders auf ihre Heimstärke: Seit 14 Spielen vor eigenem Publikum sind sie auf europäischer Bühne ungeschlagen. Diese Serie wollen die Glasgower im Ibrox-Park auch in ihrer 50. Champions-League-Partie fortsetzen. Zudem spukt in den Köpfen der französischen Gäste noch immer die 0:3-Niederlage aus dem Hinspiel.

"Die Rangers sind der große Favorit"

Lyons Präsident Jean-Michel Aulus sieht seine Mannschaft von daher auch als Außenseiter: "Die Rangers sind der große Favorit. Sie haben in Lyon gewonnen, spielen zu Hause und können auf große Unterstützung durch die Zuschauer bauen." Zudem verpatzte Olympique am vergangenen Samstag in der französischen Ligue 1 durch eine 0: 1-Niederlage bei SM Caen die Generalprobe.

Die Hoffnung aufgegeben hat Aulus aber noch nicht. "Natürlich hätten wir einen Sieg als Vorbereitung lieber gehabt. Aber ich bin dennoch davon überzeugt, das wir es schaffen können. Außerdem gewinnen Favoriten auch nicht immer", erklärte der Lyon-Boss, in dessem Team der brasilianische Spielmacher Juninho vor seinem 50. Einsatz in der "Königsklasse" steht.

Fenerbahce oder PSV Eindhoven?

Gute Chancen aufs Achtelfinale hat derweil Fenerbahce Istanbul. Der türkische Meister muss dafür in der Gruppe G das Heimspiel gegen Schlusslicht Zska Moskau gewinnen. Konkurrent PSV Eindhoven braucht dagegen selbst einen Sieg gegen den bereits qualifizierten italienischen Meister Inter Mailand und einen Ausrutscher von Fenerbahce. Ansonsten geht für den niederländischen Champion die europäische Saison lediglich im Uefa-Cup weiter. Die Partie wird vom zweimaligen Weltschiedsrichter Markus Merk (Otterbach) geleitet.

Unterdessen sind in der Gruppe F bereits alle Plätze vergeben. Im Duell zwischen AS Rom und Manchester United, die beide schon für das Achtelfinale qualifiziert sind, geht es für den englischen Meister nur noch darum, als erstes Team seit dem FC Barcelona vor fünf Jahren die Gruppenphase mit der makellosen Bilanz von sechs Siegen abzuschließen. Zu seinem 100. Spiel in der Champions League könnte dabei Manchesters Mittelfeldspieler Ryan Giggs kommen. In der anderen Partie der Gruppe trifft der Dritte Sporting Lissabon auf die noch punktlose Elf von Dynamo Kiew.

Sevilla und Arsenal streiten um den Gruppensieg

In der Gruppe H geht es im Fernduell zwischen Tabellenführer FC Sevilla und Verfolger FC Arsenal wenigstens noch um den Gruppensieg. Der Uefa-Cup-Gewinner aus Spanien würde seine Spitzenposition allerdings nur bei einer Niederlage beim sicher drittplatzierten Team von Slavia Prag und einem gleichzeitigen Heimerfolg der Londoner gegen Steaua Bukarest noch verspielen.

© SID

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