Fußball Champions-League
Real und Juve brennen auf Revanche gegen Engländer

Während der FC Bayern schon fast sicher im Champions-League-Viertelfinale steht, müssen Juventus Turin und Real Madrid unbedingt siegen. Es warten Chelsea und der FC Liverpool.

Ballacks Blues droht Ranieris Rache, den Königlichen die Fortsetzung eines Fluchs: Während sich Real Madrid beim englischen Rekordmeister FC Liverpool nach der 0:1-Hinspiel-Niederlage gegen das fünfte Achtelfinal-Aus in Folge stemmt, erwartet den FC Chelsea und Michael Ballack im Champions-League-Rückspiel am heutigen Dienstag (20.45 Uhr/live bei Premiere) bei Juventus Turin ein heißer Tanz. Juve-Coach Claudio Ranieri brennt nach dem 0:1 vor zwei Wochen auf Revanche und glaubt an die erste Niederlage von Guus Hiddink als Chelsea-Teammanager.

"Er ist ein großartiger Trainer, aber früher oder später muss auch er verlieren", sagte Ranieri, der 2004 bei den Blues von Chelsea-Eigentümer Roman Abramowitsch gefeuert worden war. Der Juve-Trainer schwor seine Mannschaft vor dem Duell mit seinem Ex-Team ein: "Es ist eine höllische Aufgabe. Jeder muss die beste Partie der Saison abliefern."

Juve muss auf Sissoko verzichten

Für das große Spiel schonte Ranieri am Wochenende beim 1:0-Sieg am Wochenende im Derby beim FC Turin extra seine Stars Alessandro Del Piero und David Trezeguet, die nun beide wieder in die Startelf rotieren. Dafür muss Juve auf den verletzten Mittelfeldspieler Mohamed Sissoko (Fußbruch) verzichten.

Chelsea-Coach Hiddink setzt dagegen auf die Treffsicherheit von Stürmer Didier Drogba, der im Hinspiel das einzige Tor erzielte, und auch am Wochenende beim 2:0 im Viertelfinale des FA Cup beim Zweitligisten Coventry City traf. "Drogba ist gefährlich. Er arbeitet hart und tut dem Team gut", sagte der Niederländer, der bei den Blues alle fünf Pflichtspiele gewinnen konnte.

Abschied von Terry und Ashley Cole?

Zuletzt hatte es jedoch Medienberichte über Differenzen zwischen Verantwortlichen und Profis bei Chelsea gegeben. Am Sonntag schrieb der Sunday Express über einen möglichen Abschied von Kapitän John Terry und Ashley Cole, sollte Hiddink über den Sommer hinaus in London bleiben. Außerdem erwägt Mittelfeldspieler Deco wegen seiner Reservisten-Rolle einen Ausstieg aus seinem laufenden Vertrag.

Michael Ballack sprang seinem Coach Hiddink allerdings zur Seite. "Er hat sehr viel Erfahrung, einen guten Charakter und großartiges Charisma", sagte der Nationalmannschafts-Kapitän: "Außerdem haben wir jetzt eine gute Disziplin in der Mannschaft. Das ist sehr wichtig, wenn man etwas gewinnen möchte." Das Team habe wieder die Kraft, Rückstände aufzuholen und ein Spiel zu kontrollieren, meinte Ballack zu den Trainingserfolgen seines Trainers.

Ramos: "Es geht um Leben und Tod"

Während in London die Verantwortlichen um Ruhe bemüht waren, gab sich Madrids Trainer Juande Ramos vor dem wichtigen Spiel bei den Reds martialisch: "Es geht um Leben und Tod. Wir reisen mit aller Illusion der Welt nach Liverpool, um dort eine Partie zu liefern, die hart und attraktiv wird", erklärte Ramos.

Nationalspieler Christoph Metzelder und der ehemalige Hamburger Bundesliga-Profi Rafael van der Vaart dürften bei Real wie schon beim 1:1 im Derby gegen Atletico Madrid am Samstag zunächst erneut nur auf der Ersatzbank sitzen. Die Gastgeber hoffen derweil auf das Comeback von Stürmer Fernando Torres, der seit dem Hinspiel wegen einer Sprunggelenkverletzung ausfiel.

Benitez warnt vor Nachlässigkeiten

Liverpools spanischer Teammanager Rafael Benitez, der seine Trainerkarriere einst in Reals Jugendabteilung begonnen hatte, warnt sein Team vor Nachlässigkeiten nach dem Hinspielpolster: "Wir dürfen nicht glauben, es ist schon vorbei. Es wird nicht einfach. Wir müssen zu Hause nun unseren Job zu Ende bringen."

Neben dem Duell zwischen dem deutschen Rekordmeister Bayern München, der nach dem 5:0-Hinspiel-Sieg gegen Sporting Lissabon nur noch eine Pflichtaufgabe absolvieren muss, treffen am Dienstag in der Königsklasse noch Panathinaikos Athen und der FC Villarreal aufeinander. Das erste Spiel vor zwei Wochen in Spanien endete 1:1.

© SID

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