Fußball Champions-League
Rummenigge kritisiert Arsenals Nachwuchspolitik

Karl-Heinz Rummenigge hat den FC Arsenal wegen seiner Nachwuchssichtung angegriffen. Dieser Art von Kinderhandel gelte es Einhalt zu gebieten, erklärte der Bayern-Boss.

Vorstandsboss Karl-Heinz Rummenigge vom deutschen Rekordmeister Bayern München hat Teammanager Arsene Wenger vom englischen Champions-League-Halbfinalisten FC Arsenal herb kritisiert. "Ein Arsene Wenger holt offenbar jedes Jahr Heerscharen von Spielern aus Frankreich und sonst woher. Dieser Art von Kinderhandel gilt es, Einhalt zu gebieten. Das hat inzwischen ja Ausmaße angenommen, da ist das Wort Kidnapping nicht mehr weit", sagte Rummenigge, Chef der europäischen Klub-Vereinigung ECA, der Sport Bild.

Als Beispiel für den Kinderhandel bezeichnete der Bayern-Boss den Transfer von Arsenal-Kapitän Cesc Fabregas, der im zarten Alter von 15 Jahren vom FC Barcelona zu den Gunners gewechselt war. "Das beste Beispiel ist doch Fabregas. Der ist mit 15 Jahren von Barcelona kostenlos nach London geholt worden, da er erst ab 16 vertraglich gebunden werden konnte", sagte Rummenigge.

Rummenigge plädiert in den europäischen Ligen deshalb für die Einführung der Homegrown-Regel, die im Uefa-Cup und in der Champions League in der aktuellen Form seit 2008 angewendet wird. Im Europacup gilt die so genannte 4+4-Regel, wonach in jedem Kader acht Spieler stehen müssen, davon vier in der Startelf, die zwischen dem 15. und 21. Lebensjahr mindestens drei Jahre in dem jeweiligen Land ausgebildet wurden. Die Nationalität spielt keine Rolle.

"Sie ist von den europäischen Sportministern das gewünschte Modell. Sie kommt allen Klubs zugute, die gut ausbilden, und zwar unabhängig von der Nationalität", sagte Rummenigge.

© SID

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