Fußball Champions-League
Schaaf warnt vor angeschlagenen Bulgaren

Werder-Coach Thomas Schaaf warnt vor dem Gastspiel seiner Bremer in der Champions League (heute ab 20.45 Uhr) bei Lewski Sofia vor den Gastgebern: "Das Spiel gegen uns ist praktisch ihre letzte Chance"

Hier Selbstbewusstsein, dort Bescheidenheit - die Gefühlslage bei Werder Bremen war so schwankend wie der Charterflug X3 501 am Montagvormittag von der Hansestadt nach Sofia. "Es gibt gegen Lewski nur Vollgas und volle Pulle", posaunte Torhüter Tim Wiese nach der Landung in der bulgarischen Hauptstadt, zurückhaltende Töne kamen von Nationalspieler Torsten Frings: "Wir dürfen nicht großkotzig in so ein Spiel gehen."

Nach zuletzt vier Bundesliga-Siegen mit 18:2 Toren nimmt der Tabellenführer heute (20.45 Uhr/live bei Premiere) die Favoritenrolle an, aber auch ernst. Torjäger Miroslav Klose: "Ohne Mainz oder Bochum etwas vorwerfen zu wollen, Lewski in der Champions League ist da schon ein ganz anderes Kaliber." Obwohl der bulgarische Meister am vergangenen Wochenende im elften Punktspiel den ersten Gegentreffer hinnehmen musste.

Schaaf erwartet aggressiven Gegner

Trainer Thomas Schaaf erwartet einen aggressiven Gegner. "Sie haben noch keinen Punkt auf dem Konto. Das Spiel gegen uns ist praktisch ihre letzte Chance, um in dieser Gruppe noch etwas bewegen zu können. Deshalb wäre ich schon damit zufrieden, wenn wir ein Tor schießen und gewinnen. Ob wir vorher Favorit sind, ist mir völlig egal", formulierte der Werder-Coach noch vor dem Abflug auf den Balkan.

Dass Nationalspieler Tim Borowski wegen einer Kapselzerrung im Knie an der Weser bleiben musste, hat sich schon beim 2:0-Hinspielsieg im Weserstadion nicht als entscheidende Schwächung herausgestellt. "Jede Position innerhalb der Mannschaft solide zweimal besetzt zu haben, war ja schließlich immer das Ziel unserer Transferpolitik", erläuterte Werder-Sportdirektor Klaus Allofs.

Das Überwintern im Uefa-Pokal als Etappenziel

Mit einem Sieg im 43 340 Zuschauer fassenden Nationalstadion Wassil Lewski könnten die Gäste ihr erstes Etappenziel erreichen. Rang drei und damit das Überwintern im Uefa-Pokal wäre dann sicher, doch in der aktuellen Tabelle der Gruppe A sind die Hanseaten nur durch die schlechtere Tordifferenz von Titelverteidiger FC Barcelona auf dem zweiten Platz getrennt. Und die Katalanen müssen schließlich zeitgleich gegen Spitzenreiter FC Chelsea antreten. Schaaf hat aber höhere Ansprüche an sein Team: "Wer Champions League spielt, will so lange wie möglich in diesem Wettbewerb sein. Deshalb haben wir durchaus noch das Achtelfinale im Blick."

Für Lewski-Trainer Stanimir Stojlow ist sein Team gegen die Norddeutschen Außenseiter. So jedenfalls äußerte sich der 39-Jährige, nachdem er die grün-weiße Gala bei Mainz 05 (6:1) mit eigenen Augen gesehen hatte: "Das war eine ganz starke Leistung. Wir werden nur eine Chance haben, wenn alle meine Spieler an ihre absolute Leistungsgrenze gehen.

© SID

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