Fußball Champions-League
Stuttgart mit vermeintlich "leichter" Aufgabe

Der VfB Stuttgart hat bei der Auslosung für die Qualifikation der Champions League in Nyon Losglück gehabt. Die Schwaben treffen auf den rumänischen Vizemeister FC Timisoara.

Millionen-Einnahmen vor Augen, Timisoara vor der Brust: Bundesligist VfB Stuttgart war auf dem Weg in die lukrative Gruppenphase der Champions League das Losglück hold. Die Mannschaft von Teamchef Markus Babbel trifft auf den weitgehend unbekannten FC Timisoara aus Rumänien und hat damit die vermeintlich leichteste Aufgabe zu bewältigen.

Der gesetzte VfB, der am 18./19. August zunächst in Timisoara antritt, hat zudem noch das Glück, dass das entscheidende Play-off-Rückspiel am 25./26. August in Stuttgart stattfinden wird. Dies ergab am Freitag die Auslosung der abschließenden Qualifikationsrunde für die "Königsklasse" im Uefa-Hauptqaurtier im schweizerischen Nyon. Beide VfB-Spiele werden live in Sat.1 übertragen.

"Wir werden den FC Timisoara garantiert nicht unterschätzen. Wer sich gegen den aktuellen Uefa Cup-Titelverteidiger durchsetzt, muss über eine sehr gute Mannschaft mit Qualität verfügen", sagte VfB-Teamchef Markus Babbel, machte aber gleichzeitig deutlich: "Dennoch zählt für uns nur das Erreichen der Gruppenphase."

Heldt: Timisoara ist erst zu nehmen

Auch VfB-Sportdirektor Horst Heldt warnte vor den Rumänen: "Bis vor zwei Wochen war wohl der FC Timisoara für alle die große Unbekannte in der Qualifikation zur Champions League. Seit dem Erfolg gegen Schachtjor Donezk ist jedoch klar, dass Timisoara ein sehr ernstzunehmender Gegner ist."

Immerhin schaltete Timisoara, dessen bisher größter Erfolg der Einzug ins Achtelfinale im Europapokal der Pokalsieger in der Saison 1980/81 war, überrraschend den klar favorisierten Uefa-Cup-Gewinner Schachtjor Donezk mit einem 0:0 im Rückspiel (Hinspiel 2:2) in der dritten Runde der Qualifikation aus. Die vergangene Saison schloss der Klub in der Divizia A als Zweiter hinter Unirea Urziceni ab.

Schon allein der Einzug in die Gruppenphase ist für die Stuttgarter zwischen zehn und 15 Mill. Euro wert. Präsident Erwin Staudt hatte zuletzt bei der Jahreshauptversammlung bereits deutlich gemacht, dass die Qualifikation für die "Königsklasse" auch aus finanziellen Gründen wichtig sei.

Stuttgart entging Atletico Madrid

Für die Stuttgarter wäre es die dritte Teilnahme an der Champions League. In der Saison 2007/2 008 war für den VfB in der Vorrunde bereits Endstation. 2003/2 004 erreichten die Schwaben das Achtelfinale, scheiterten damals aber knapp am FC Chelsea (0:1/0:0).

Der VfB ist damit einem Hammerlos wie Atletico Madrid entgangen. Neben den Spaniern, die im vergangenen Jahr die Königsklassen-Träume von Schalke 04 mit einem 4:0 im Rückspiel in Spanien beendet hatten, wären noch der AC Florenz, der RSC Anderlecht und Celtic Glasgow mögliche Gegner gewesen.

Der deutsche Meister VfL Wolfsburg sowie Vizemeister Bayern München stehen bereits als Teilnehmer der Gruppenphase, die am 27. August in Monte Carlo ausgelost wird, fest. Die Gruppenphase startet am 15./16. September.

© SID

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