Fußball Champions-League
Stuttgarter Abschieds-Gala eine "Frage der Ehre"

Heute tritt der VfB Stuttgart zum letzten Heimspiel der Champions-League-Gruppenphase gegen die Glasgow Rangers an. Für die Schwaben geht es dabei als abgeschlagener Tabellenletzter nur noch um die Ehre.

Bei der Abschiedstour in der Champions League will der deutsche Meister VfB Stuttgart sein international ramponiertes Image aufpolieren. Trotz des bereits feststehenden Ausscheidens in der Gruppenphase streben die Schwaben heute (20.45 Uhr/live bei Premiere) gegen den schottischen Rekord-Titelträger Glasgow Rangers mit voller Kraft und in bestmöglicher Besetzung die ersten Punkte an.

"Wir haben eine Verpflichtung gegenüber unseren Fans und der Liga, die die Punkte für die Fünfjahreswertung braucht", erklärte Manager Horst Heldt. Trainer Armin Veh nimmt seine Spieler ebenfalls in die Pflicht. "Wir wollen uns gegen Glasgow und beim FC Barcelona mit Anstand von Europas Bühne verabschieden. Wir wollen zeigen, was ohne die vielen Verletzten möglich gewesen wäre und den wahren VfB präsentieren", sagte der Meistercoach und kündigte an: "Wir werden niemanden schonen."

Auch die Spieler brennen auf internationale Wiedergutmachung. "Es schmerzt, dass wir in der Champions League noch keinen Punkt haben. Das wollen wir ändern", betonte Nationalspieler Thomas Hitzlsperger. Der lange verletzte Mittelfeldakteur, der das 1:2 in Glasgow zum Auftakt am Fernseher verfolgt hatte, ist nach seiner Rückkehr maßgeblich für den Aufschwung des so schwach in die Saison gestarteten VfB verantwortlich. "Wir wollen die Leistung der letzten Wochen auch gegen Glasgow bestätigen", erklärte Hitzlsperger nach vier Bundesligasiegen in Folge.

Einsatz von Gomez weiter fraglich

Im mit 51 300 Zuschauern ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion müssen die Schwaben aber wohl ohne ihren Nationalstürmer Mario Gomez auskommen, der beim 4:1 am vergangenen Samstag bei Eintracht Frankfurt wegen einer Blockade im Brustwirbelbereich ausgewechselt worden war. Sollte Gomez ausfallen, wird der Rumäne Ciprian Marica eine neue Chance im Angriff erhalten.

"Ciprian hat zuletzt viel besser gearbeitet und bei seinem Tor und seiner Torvorlage in Frankfurt gezeigt, was er kann", zollte Veh dem zu Saisonbeginn für acht Mill. Euro verpflichteten Neuzugang ein Extra-Lob. Während neben Gomez auch Spielmacher Yildiray Bastürk mit Oberschenkelproblemen erneut passen muss, dürfte Serdar Tasci nach überstandenen Knieproblemen wieder in die Mannschaft rücken.

Für Stuttgart geht es neben dem guten Ruf auch noch um 550 000 Euro Siegprämie. Der wirtschaftliche Aspekt steht für Heldt aber nicht im Vordergrund. `Natürlich hätten wir nichts gegen die Mehreinnahmen gehabt und würden die Siegprämie auch gerne mitnehmen, aber wir haben als Schwaben so kalkuliert, dass wir nach dem Aus keine finanziellen Probleme bekommen werden", erklärte Heldt.

Für die Rangers geht es in Europas Königsklasse unterdessen um den zweiten Einzug ins Achtelfinale. Mit einem Sieg können die Schotten die Qualifikation für die K.o.-Runde schon vor dem letzten Spieltag in der Gruppe E perfekt machen, allerdings nur, wenn Lyon zeitgleich gegen Barcelona verliert.



© SID

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%