Fußball Champions-League
Uefa greift gegen Schläger von Valencia hart durch

Die Jagdszenen nach dem Champions-League-Achtelfinale zwischen dem FC Valencia und Inter Mailand haben ein Nachspiel. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) verhängte gegen die beteiligten Spieler harte Strafen.

Die Europäische Fußball-Union (Uefa) hat auf die "Schlacht von Valencia" im Anschluss an das Champions-League-Spiel gegen Inter Mailand reagiert und harte Strafen gegen die beteiligten Spieler verhängt. Valencias Profi David Navarro, der bei den Jagdszenen nach dem Achtelfinal-Rückspiel am 6. März Mailands Nicolas Burdisso das Nasenbein gebrochen hatte, wurde von der Disziplinarkommission der Uefa für sieben Monate gesperrt.

In der Disziplinarkommission saß auch Rainer Koch, der Vorsitzende des DFB-Sportgerichts und Präsident des bayerischen Fußball-Verbandes (BFV). Die Uefa wird den Weltverband Fifa bitten, dass die Sperre auch über den Einflussbereich des Europaverbandes gilt. Ferner wurde Valencia-Profi Carlos Marchena, der Tumulte ausgelöst hatte, für vier Spiele gesperrt.

Mailänder Quartett aus dem Verkehr gezogen

Die Mailänder Burdisso und Maicon erhielten jeweils sechs Spiele Sperre, ihre Teamkollegen Ivan Cordoba und Julio Cruz drei bzw. zwei Spiele. Zudem müssen beide Klubs jeweils 250 000 Schweizer Franken (Umgerechnet 156 000 Euro) Strafe zahlen. Inter war aufgrund des torlosen Remis nach dem 2:2 im Hinspiel ausgeschieden.

"Die Strafen sind absolut gerechtfertigt", meinte Uefa-Präsident Michel Platini: "Hier und da mal zu drohen, nutzt nichts. Wir werden strenger sein." Inter will das Urteil aber offenbar anfechten. "Wir wollen die Urteilsbegründung abwarten, aber ich denke, dass wir Einspruch einlegen werden", sagte Präsident Massimo Moratti.

Grundlage für die Urteile waren die offiziellen Berichte von Bundesliga-Schiedsrichter Wolfgang Stark (Ergolding) und der jeweiligen Delegationen sowie auch die TV-Bilder. Alle in die wüste Prügelei involvierten Spieler und Betreuer hatten eine Stellungnahme beim Kontinentalverband abgeben. Ursprünglich sollte der Fall erst am 22. März verhandelt werden.

Navarro: "Ich werde jede Starfe akzeptieren"

Die Hetzjagd im Mestalla-Stadion nach dem Abpfiff hatte die hässlichen Szenen beim WM-Viertelfinale zwischen Deutschland und Argentinien im vergangenen Sommer in Berlin noch übertroffen. Nachdem Valencias Marchena nach einem Wortgefecht Mailands Burdisso getreten hatte, waren am Mittelkreis fast alle Spieler in Handgreiflichkeiten verwickelt. Valencias Auswechselspieler Navarro stürmte das Feld und brach Burdisso mit einem Schlag das Nasenbein und hatte sich schon vor dem Urteil einsichtig gezeigt. "Es tut mir alles sehr leid. Ich habe so etwas noch nie in meinem Leben getan und werde auch nie wieder so etwas tun. Ich werde jede Strafe akzeptieren, die man gegen mich ausspricht."

© SID

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