Fußball Champions-League
Uefa prüft CL-Ausschluss des AC Mailand

Trotz der erfolgreichen Berufung im italienischen Manipulationsskandal droht dem AC Mailand das Aus für die Champions League. Die Uefa will zunächst die "ethische Zuverlässigkeit" des italienischen Top-Klubs prüfen.

Die Teilnahme des AC Mailand an der Chamipons League ist trotz des erfolgreichen Berufungsurteils im italienischen Manipulationsskandal noch nicht sicher. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) vertagte am Donnerstag die endgültige Entscheidung im "Fall Milan" und lässt die "Rossoneri" zunächst provisorisch an der dritten Qualifikationsrunde zur "Königsklasse" teilnehmen. Die Uefa wird derweil ihre Ermittlungen intensivieren und bis spätestens 2. August bekannt geben, ob die Mailänder an der Champions League teilnehmen dürfen.

Zuvor hatte ein Sprecher der Uefa erklärte, dass zunächst die "ethische Zuverlässigkeit" von Milan geprüft werden müsse, bevor sie einer Teilnahme des Traditionsklubs an der entscheidenden Qualifikationsrunde der Champions League zustimmt. "Die Vereine müssen auch vom ethischen Standpunkt solide sein. Die Position in der Meisterschaft genügt nicht, um in die Champions League zugelassen zu werden. Klubs, die den Fußball in Verruf bringen, oder die für Vergehen verantwortlich gemacht werden, können von der Champions League ausgeschlossen werden", zitierte die römischen Tageszeitung La Repubblica am Donnerstag einen Uefa-Sprecher.

Damit steht die Teilnahme der "Rossoneri" an der Champions League wieder in den Sternen, nachdem die abgemilderten Strafen noch am Dienstag dazu geführt hatten, dass sich der AC trotz mutmaßlicher Schiedsrichterabsprachen in der Saison 2004/2 005 als großer Gewinner des Skandals fühlen durfte. Denn das Berufungsgericht hatte den Punktabzug für die abgelaufene Saison von 44 Zähler auf 30 reduziert, damit war Milan urplötzlich als Tabellendritter wieder für die "Königsklasse" startberechtigt.

Palermo Calcio darf nicht nachrücken

Sollte der AC Mailand von der Champions League ausgeschlossen werden, würde Italien mit nur drei Klubs (Inter Mailand, AS Rom und Chievo Verona) im europäischen Wettbewerb vertreten sein. Der aktuelle Tabellenfünfte der vergangenen Saison, Palermo Calcio, kann nicht aufrücken, da der Klub die finanziellen Bedingungen für die Teilnahme an der Champions League nicht erfüllen konnte.

Die Milan-Spitze zeigt sich trotz allem optimistisch. "Wir sind schon mit dem Abzug von acht Punkten zum Beginn der neuen Saison genug bestraft worden", sagte Vizepräsident Adriano Galliani. Als Ex-Liga-Chef ist er wegen seiner Verwicklung im Skandal zu einer neunmonatigen Berufssperre verurteilt worden. Dagegen will Galliani Einspruch bei einem römischen Verwaltungsgericht einreichen.

© SID

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