Fußball Champions-League
Valencia stichelt gegen Chelsea

Vor den heutigen Viertelfinalspielen der Champions League präsentieren sich die Beteiligten Protagonisten verbal bereits in Höchstform. Vor allem der FC Valencia spuckt im Vorfeld des Spiels beim FC Chelsea größe Töne.

Vor dem Viertelfinal-Hinspiel in der Champions League wird der Ton zwischen den Beteiligten deutlich rauher. Der FC Valencia, obwohl dezimiert durch die Sperren von Leistungsträgern nach dem unrühmlichen Achtelfinale bei Inter Mailand, gibt vor dem Gastspiel beim FC Chelsea den rotzfrechen Außenseiter. "Wir haben überhaupt keine Angst vor denen", versicherte Torhüter Santiago Canizares vor dem ersten Aufeinandertreffen heute (20.45 Uhr/live im DSF und bei Premiere) an der Stamford Bridge in London.

Während beim Klub von Michael Ballack weiter spekuliert wird, ob Trainer Jose Mourinho nach Saisonende womöglich durch Guus Hiddink ersetzt wird, stichelte zuletzt vor allem ein Valencianer genüsslich gegen den englischen Meister. David Villa, noch im Januar angeblich auf der Wunschliste der Blues, erklärte: "Ich gehe von einem Finale gegen Manchester United aus. Die spielen derzeit den besten Fußball in Europa. Und wir wissen alle, dass Chelsea das nicht tut. Und wir hoffen, dass sie weiter so schlecht sind."

Valencia muss nach dem Skandalspiel bei Inter auf die danach gesperrten Carlos Marchena und David Navarro verzichten. Dem Champions-League-Finalisten der Jahre 2000 (0:3 gegen Real Madrid) und 2001 (3:4 i.E. gegen Bayern München) fehlt außerdem Angreifer Fernando Morientes (Schulterverletzung), was diesen aber nicht daran hindert, wenig Respekt vor den großen Namen beim Gegner zu zeigen: "Es ist schon nicht einfach, Spielern wie Ballack und Schewtschenko zuzusehen - so schlecht, wie die momentan drauf sind."

Manu zu Gast beim AS Rom

Das von Villa dagegen so gelobte Manchester United tritt zur gleichen Zeit bei AS Rom an - der Sieger dieser Aufeinandertreffen wird im Halbfinale Gegner des FC Bayern München oder des AC Mailand sein. Auch vor diesem Spiel waren verbale Scharmützel an der Tagesordnung: Weil ihn Manchesters Teammanager Sir Alex Ferguson bei seiner Beurteilung des Gegners zunächst nicht zu den beachtenswerten Spielern zählte, fühlte sich Roma-Kapitän Francesco Totti schwer in seiner Ehre gekränkt. "Ferguson wird schon noch mitbekommen, wer Totti ist. Er wird ihn persönlich zu sehen bekommen. Ich hoffe, ich kann dafür sorgen, dass er sich meinen Namen merkt", sagte der 30 Jahre alte Römer, dem aber offensichtlich entging, dass Ferguson durchaus weiß, mit wem er es zu tun bekommt. Der Schotte hatte Olympique Lyon als Topfavoriten auf den Champions-League-Titel ausgemacht - ehe die Franzosen dann von der Roma, die erstmals überhaupt die K.o.-Runde der Königsklasse erreichte, im Achtelfinale ausgeschaltet wurden.

Ihrem Ruf als Favoriten-Killer wollen die Italiener auch gegen den Tabellenführer der englischen Premier League gerecht werden. "Es ist offensichtlich eine große Genugtuung für uns, zu den besten acht Mannschaften in Europa gehören. Aber das heißt nicht, dass wir schon am Ende angekommen sind", betonte Totti. Überhaupt nicht geheuer ist ihm und seinen Mannschaftskollegen allerdings ein Spieler von Manu: Cristiano Ronaldo. "Ein Klassespieler, aber er übertreibt es mit dem Hinfallen", behauptet Abwehrspieler Christian Panucci.

© SID

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