Fußball Champions-League
Van Bommel kämpft, Timoschtschuk überzeugt

Bayern-Kapitän Mark van Bommel kämpft nach seiner Verletzungspause gegen Anatoli Timoschtschuk um einen Stammplatz. Die Zukunft der beiden Konkurrenten in München ist noch offen.

Kapitän Mark van Bommel muss bei Bayern München derzeit um seinen Stammplatz bangen. Mit Schuld daran ist jemand, der in München eigentlich schon abgeschrieben war: Anatoli Timoschtschuk hat sich mit starken Auftritten in der Fußball-Bundesliga und in der Champions League in den Vordergrund gespielt, während van Bommel wegen Kniebeschwerden wochenlang gefehlt hatte.

Am vergangenen Samstag beim 0:2 auf Schalke spielte van Bommel erstmals seit seiner Rückkehr wieder von Beginn an. Timoschtschuk rutschte deshalb vom defensiven Mittelfeld, wo er zuletzt überzeugt hatte, zurück in die Innenverteidigung.

Van Bommel nutzte seit seiner Rückkehr auffällig viele Gelegenheiten, um seinen Spitznamen "Aggressiv-Leader" zu untermauern. Gleich im ersten Training nach der Verletzungspause lieferte er sich eine Rangelei und ein Wortgefecht mit Timoschtschuk.

Einen Tag später grätschte er Bastian Schweinsteiger um, einen weiteren Konkurrenten um die beiden Plätze im defensiven Mittelfeld. Bei seinem Comeback gegen Frankfurt (4:1) trat van Bommel nach seiner Einwechslung durch unnötige Fouls in Erscheinung. Auf Schalke fiel der Niederländer durch einen heftigen Körpereinsatz gegen Lukas Schmitz auf. Zudem machte er beim ersten Gegentor keine gute Figur, weil er Verteidiger Breno nicht unterstützte.

Rückendeckung von Effenberg

Für van Bommel geht es derzeit darum, seine Stellung als Chef auf dem Platz zu sichern - auch weil sein Vertrag am Saisonende ausläuft. Zuletzt bekam der 33-Jährige Unterstützung von Ex-Bayern-Kapitän Stefan Effenberg: "Mark ist der Leader und der richtige Kapitän."

In Bezug auf eine Vertragsverlängerung mit van Bommel sagte Effenberg: "Es ist wichtig, dass beide Seiten schnell wissen, wohin der Weg führt." Van Bommel hatte immer wieder angekündigt, seine Karriere in den Niederlanden beenden zu wollen. Ob er München aber schon im Sommer 2011 verlassen will, ist offen.

Die Situation von Timoschtschuk beim FC Bayern hat sich in den vergangenen Wochen derweil grundlegend verändert. Zu Saisonbeginn war der Kapitän der ukrainischen Nationalmannschaft wie bereits im vergangenen Jahr nur Ersatzspieler gewesen. Trotz eines Vertrages bis 2012 standen die Zeichen auf Abschied in der Winterpause. Timoschtschuk, der 2009 für elf Mill. Euro aus St. Petersburg nach München gewechselt war, schien beim FC Bayern auf keinen grünen Zweig zu kommen.

Timoschtschuk: Nutznießer der Verletzungsmisere

Doch durch zahlreiche Verletzungen von Stammspielern rutschte er Mitte Oktober in die Mannschaft und überzeugte. In der Champions League stand Timoschtschuk zuletzt dreimal über 90 Minuten auf dem Platz. In der Bundesliga gelangen ihm in acht Einsätzen von Beginn an drei Tore und eine Vorlage.

"Es ist ein gutes Gefühl, jedes Spiel 90 Minuten zu spielen", sagte der 31-Jährige und kündigte an, dass er in München bleiben wolle, wenn er weiterhin regelmäßig eingesetzt wird. Gleichzeitig verdeutlichte er aber, "dass es einige Interessenten gibt. Ich habe eine gute Form."

© SID

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