Fußball Champions-League
VfB versöhnt Fans mit erstem "Königsklassen"-Sieg

Der VfB Stuttgart hat am fünften Spieltag der Champions League das erste Erfolgserlebnis verbucht. Mit seinem Treffer in der 85. Spielminute sicherte Ciprian Marica den 3:2-Sieg der Schwaben gegen die Glasgow Rangers

Mit einem Traumtor hat der Rumäne Ciprian Marica dem deutschen Fußball-Meister VfB Stuttgart den ersten Sieg in der Champions League beschert. Der Rumäne sicherte dem VfB mit einem sensationellen Hacken-Treffer in der 85. Minute den 3:2 (1:1)-Erfolg gegen den schottischen Rekord-Titelträger Glasgow Rangers. Damit haben die Schwaben bei der Abschiedstour durch die Champions League ihren international ramponierten Ruf etwas aufgebessert. Während für den VfB, der im letzten Spiel der Gruppe E am 12. Dezember beim FC Barcelona antritt, das Vorrunden-Aus nach vier Pleiten allerdings schon vor der Partie besiegelt war, müssen die Rangers wieder um ihren zweiten Achtelfinaleinzug bangen.

"Ich bin froh, dass wir für die Uefa-Wertung Punkte geholt und den Leuten gezeigt haben, dass in diesem Jahr mehr möglich gewesen wäre. Die Mannschaft hat nie aufgegeben und Moral gezeigt", lobte Sportdirektor Horst Heldt die VfB-Akteure.

Der Brasilianer Cacau (45.+2), der ebenfalls per Hacke erfolgreich war, und der Mexikaner Pavel Pardo (62.) sorgten nach dem 0:1 durch Charles Adam (27.) schon für die zwischenzeitliche Wende. Nach dem Ausgleich von Rangers-Kapitän Barry Ferguson (70.) brachte Maricas Traumtor schließlich die Entscheidung.

Stärkste internationale Leistung

Vor 51 000 Zuschauern im ausverkauften Gottlieb-Daimler-Stadion war dem VfB das Bemühen deutlich anzumerken, verloren gegangenes Renommee zurückzugewinnen. Vor allem nach dem Rückstand präsentierte sich die in der Bundesliga zuletzt vier Mal in Folge siegreiche Mannschaft von Trainer Armin Veh stärker als bei den vorherigen Champions-League-Auftritten. Zunächst scheiterte Cacau (40.) mit einem Drehschuss an Rangers-Keeper Allan Mcgregor. Fünf Minuten später verfehlte Sami Khedira knapp das Tor, ehe Cacau vor der Pause auf Vorarbeit von Pardo mit der Hacke doch noch der verdiente Ausgleich gelang.

Der Rumäne Marica konnte Nationalstürmer Mario Gomez, der wegen einer Blockade im Brustwirbelbereich passen musste, annähernd gleichwertig ersetzen. Ansonsten hatte Veh sein Versprechen umgesetzt und das bestmögliche Team aufgeboten. Neben Gomez fehlte lediglich der weiterhin am Oberschenkel verletzte Spielmacher Yildiray Bastürk. Serdar Tasci saß nach überstandenen Kniebeschwerden auf der Ersatzbank und wurde von dem erneut überzeugenden U21-Nationalspieler Andreas Beck vertreten.

Allerdings entpuppte sich die Stuttgarter Innenverteidigung um Kapitän Fernando Meira wie schon beim 1:2 in Glasgow als Unsicherheitsfaktor. Mit schnellen Kontern stellten die Rangers den VfB immer wieder vor Probleme. Auch unmittelbar nach dem Seitenwechsel musste Stuttgarts Schlussmann Raphael Schäfer gegen den flinken Damarcus Beasley in höchster Not klären. Dagegen konnte der VfB in der zweiten Halbzeit nicht mehr an die starke Phase vor der Pause anknüpfen.

© SID

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