Fußball Champions-League
VfB will bei "Barca" letztes Ausrufezeichen setzen

Bei seinem letzten internationalen Auftritt in dieser Saison will Meister VfB Stuttgart heute (20.45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere) beim FC Barcelona eine Duftmarke setzen: "Wir wollen uns mit Anstand verabschieden."

Letzte Ausfahrt Barcelona: Ausgerechnet im ehrwürdigen Nou Camp will der deutsche Meister VfB Stuttgart bei seiner Abschiedstour in der Champions League international noch einmal eine Duftmarke hinterlassen. Allerdings werden die Schwaben aufgrund des bereits feststehenden Ausscheidens in der Gruppenphase heute (20.45 Uhr/live bei Sat.1 und Premiere) beim spanischen Traditionsklub FC Barcelona dem einen oder anderen Spieler eine Pause gönnen.

"Natürlich wollen wir uns nach dem Sieg gegen Glasgow in Barcelona mit Anstand verabschieden. Für die Spieler ist so eine Partie im Laufe ihrer Karriere ohnehin ein absolutes Highlight. Aber ich denke schon darüber nach, Spieler zu schonen. Denn einige sind einfach platt", sagte VfB-Coach Armin Veh, der im Angriff zudem auf die mindestens bis zum Beginn der Rückrunde fehlenden Mario Gomez (Entzündung des Rippenfells) und Cacau (Bänderrisse in der Schulter) verzichten muss.

Veh erfüllt Gomez einen Traum

Gomez trat die Reise zu seinem "Lieblingsklub" aus Kindertagen am Dienstag dennoch mit an, um der Mannschaft die Daumen zu drücken. "Es war immer sein Traum, in Barcelona zu spielen, deswegen darf er mit", sagte Veh. Schließlich will der Bundesliga-Tabellenachte mit einem Punkt oder sogar einem Sieg gegen die B-Elf Barcelonas noch einmal frisches Selbstvertrauen für die Partie am kommenden Samstag bei Arminia Bielefeld tanken. Zudem würde den Schwaben, die noch nie in Spanien gewinnen konnten, bei der Suche nach einem weiteren Stürmer die Champions-League-Siegprämie in Höhe von 550 000 Euro gut zu Gesicht stehen.

Ein weiterer "Dreier" in Bielefeld könnte nach dem verkorksten Saisonbeginn zudem dazu führen, dass sich der Rückstand auf einen Champions-League-Platz zum Hinrunden-Ende noch auf drei Zähler verkürzt. "Der Sieg gegen Glasgow hat gezeigt, dass wir auch in der Champions League auf Augenhöhe mitspielen können. Die Jungs wollen sicherlich auch in der nächsten Saison wieder in der europäischen 'Königsklasse' auflaufen, das ist ganz klar", erklärte VfB-Präsident Erwin Staudt.

Zweite Garde soll es richten

Mit Blick auf die kommende Rückrunde, in der die Stuttgarter eine ähnliche Aufholjagd wie in der vergangenen Saison planen, will Veh gegen die Katalanen seiner zweiten Garde eine Chance geben. Gesetzt sind nur Keeper Raphael Schäfer und Angreifer Ciprian Marica, der zuletzt aufsteigende Form zeigte. Da neben Cacau und Gomez voraussichtlich auch Sami Khedira (Oberschenkelprobleme) und Pavel Pardo (muskuläre Probleme) nicht zum Einsatz kommen, dürfen sich Alexander Farnerud und Arthur Boka Chancen auf einen Einsatz von Beginn an ausrechnen.

Zerschlagen hat sich derweil der nach den Ausfällen von Cacau und Gomez angedachte Transfer von Nationalspieler Jan Schlaudraff. "Der VfB kann sich seinen Anruf sparen. Wir sind bei Schlaudraff überhaupt nicht gesprächsbereit", sagte Münchens Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge der Stuttgarter Zeitung. Anbieten für die Rückrunde kann sich derweil der erst 18 Jahre alte Stürmer Manuel Fischer, der in Barcelona zum Aufgebot zählen wird. "Barca", dass in dieser Saison seine acht Liga-Heimspiele sowie die beiden Partien in der Königsklasse vor heimischer Kulisse allesamt gewann, steht unterdessen bereits als Sieger der Gruppe E fest. Deshalb plant Coach Frank Rijkaard wie sein Gegenüber Veh zahlreiche Stammkräfte zu schonen. Zudem ist Star-Angreifer Thierry Henry verletzt, während Mittelfeldspieler Yaya Toure an einer Erkältung laboriert. Ob Superstar Ronaldinho von Beginn an aufläuft, ist ebenfalls fraglich.

© SID

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