Fußball Champions-League
Vorjahresfinalist Arsenal mit dem Rücken zur Wand

Nach dem 0:1 im Hinspiel steht Vorjahresfinalist Arsenal London heute im Champions-League-Achtelfinale gegen den PSV Eindhoven unter Druck. Für Brisanz ist auch im Spiel zwischen Manchester und Lille gesorgt.

Endspielpleite im Ligapokal, Aus im FA-Cup, Meisterschaft ade: Champions-League-Vorjahresfinalist FC Arsenal, Klub von Nationaltorwart Jens Lehmann, klammert sich vor dem Achtelfinal-Rückspiel in der "Königsklasse" gegen den PSV Eindhoven (20.45 Uhr/live bei premiere) am Mittwoch an den letzten Strohhalm, um die Chance auf wenigstens einen Titel zu wahren. "Die Saison ist noch nicht vorbei. Jeder will uns so schnell wie möglich aus dem Wettbewerb werfen, aber wir haben die Qualität, um weiterzukommen", sagte Teammanager Arsene Wenger trotzig.

Der Franzose erwartet nach dem 0:1 im Hinspiel eine Geduldsprobe. Eindhoven werde sich weit in die eigene Hälfte zurückziehen und auf Konter warten. "Wir werden dynamisch und vorsichtig zugleich agieren müssen. Das wird keine leichte Aufgabe", erklärte der 57-Jährige.

"Lebensversicherung" Henry wohl wieder dabei

Eine Schlüsselrolle kommt dabei Lehmann zu, der beim 2:1 gegen den FC Reading mit guten Paraden zu überzeugen wusste. Im Angriff soll es wieder einmal Arsenals "Lebensversicherung" richten: Thierry Henry soll trotz einer Fußverletzung auflaufen.

Bei einem Scheitern würde für Wenger aber keine Welt zusammenbrechen. Dies wäre zwar sehr enttäuschend, allerdings kein Rückschlag für den 13-maligen englischen Meister, erklärte der Elsässer: "Das junge Team ist wie eine Maschine, die man in ihrer Entwicklung nicht aufhalten kann."

Diese Maschine will PSV-Coach Ronald Koeman zumindest am Mittwoch stoppen. Man habe sich eine Ausgangsposition erspielt, die ihnen alle Chancen eröffne, sagte Koeman. Beim niederländischen Meister werden die angeschlagenen Phillip Cocu, Alex, Carlos Salcido sowie Torhüter Gomes wohl auflaufen können.

Brisanz zwischen Manchester und Lille

Derweil besitzt das Rückspiel zwischen Manchester United und dem OSC Lille nicht nur sportliche Brisanz. Der Ärger um die Krawalle und den offiziellen Einspruch Lilles gegen die Wertung des 0:1 im Hinspiel ist noch nicht ganz verflogen. "Meine Sicht der Dinge hat sich nicht geändert. Die Spieler haben versucht, den Schiedsrichter zu beeinflussen, indem sie den Platz verlassen haben", sagte "Manu"-Teammanager Alex Ferguson.

Anlass der Streitigkeiten war der Siegtreffer durch Ryan Giggs per Freistoß, während Lilles Torhüter Tony Sylva zum Zeitpunkt der Ausführung noch am rechten Pfosten die Mauer stellte. Die Europäische Fußball-Union (Uefa) schmetterte den Einspruch ab, nun will der französische Liga-Dritte sich auf dem Platz rächen. "Wir werden Manchester nicht mit leeren Händen verlassen", drohte Verteidiger Mathieu Chalme.

Allerdings verlor der souveräne Tabellenführer der Premier League nur eines seiner vergangenen 28 Champions-League-Heimspiele und geht durch das 1:0 in der Generalprobe beim FC Liverpool gestärkt in die Partie. "Man sollte zwar jedem Gegner mit Respekt begegnen, aber wir sollten auf dem Hinspiel aufbauen und uns durchsetzen können", sagte Ferguson, der auf Stürmer Wayne Rooney nach überstandenen Knieproblemen zurückgreifen kann.

Milan mit guten Karten gegen Celtic

Als klarer Favorit empfängt unterdessen der AC Mailand nach dem 0:0 im Hinspiel Celtic Glasgow. Nach dem wenig überzeugenden Saisonstart kommt Europas sechsmaliger Vereinschampion nach zuletzt acht Siegen aus den vergangenen zehn Ligaspielen langsam in Fahrt. "Es ist eine schwierige Saison, aber ich sehe Licht am Ende des Tunnels", sagte Milans Coach Carlo Ancelotti.

Verzichten muss Ancelotti auf den nicht spielberechtigten Ronaldo, der in dieser Saison bereits für Real Madrid in der "Königsklasse" aufgelaufen war. Für den Brasilianer könnte Filippo Inzaghi an der Seite des gesetzten Alberto Gilardino auflaufen. Bei Celtic fällt der polnische Stürmer Maciej Zurawski wegen einer Oberschenkelverletzung aus.

© SID

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