Fußball Champions-League
Werder nach "königlichem" Sieg wieder im Rennen

Werder Bremen darf weiter vom Einzug ins Achtelfinale der Champions League träumen. Unbeeindruckt vom Ausfall von sechs Stammspielern bezwang der Bundesligist die "Königlichen" von Real Madrid mit 3:2 (2:1).

Wieder Werder-Wunder an der Weser: Auch ohne sechs Stammspieler besiegte der Bundesliga-Zweite Spaniens Meister Real Madrid fast sensationell mit 3:2 (2:1) und darf sich damit in der Champions League wieder Hoffnungen auf das Erreichen des Achtelfinales machen.

Vor 36 350 Zuschauern im fast ausverkauften Weserstadion überzeugten die Platzherren nicht nur kämpferisch, sondern gegen die "Königlichen" auch spielerisch und kamen völlig verdient zu einem nie erwarteten Erfolg. Die Gäste verpassten durch die Niederlage die vorzeitige Qualifikation für die Runde der letzten 16 und kassierten die erste Niederlage im laufenden Wettbewerb.

Allofs: "Wir haben jetzt alles selber in der Hand"

"Wir mussten viele Ausfälle verkraften. Wir sind aber als Mannschaft zusammengerückt und haben einen unbändigen Willen gezeigt. Wir haben jetzt alles selber in der Hand", sagte Manager Klaus Allofs.

Der Schwede Markus Rosenberg eröffnete schon nach vier Minuten den Torreigen der Hanseaten, als er eine Kopfballvorlage von Boubacar Sanogo ins Tor der Spanier verlängerte. Auch vom zwischenzeitlichen Ausgleich der Gäste durch den brasilianischen Nationalspieler Robinho in der 14. Minute ließen sich die Norddeutschen nicht aus dem Konzept bringen und blieben bei ihrer offensiven Spielweise. Fünf Minuten vor dem Halbzeitpfiff schloss Sanogo eine Bremer Traumkombination mit dem 2:1-Führungstreffer ab. Das 3:1 gelang Aaron Hunt, der in der 58. Minute ein Laufduell mit Real-Torhüter Iker Casillas gewann und den Ball am spanischen Nationalkeeper vorbei ins Tor spitzelte. In der 71. Minute verkürzte Ruud van Nistelrooy zum 2:3.

Fritz scheidet verletzt aus

Das Team von Coach Bernd Schuster fand gegen die phasenweise wie entfesselt aufspielenden Gastgeber nie in die Begegnung hinein und konnte sich selbst in seiner stärksten Phase zwischen der 15. und 35. Minute kaum nennenswerte Torgelegenheiten erspielen. Ganz anders die Bremer, die auf die verletzten Leistungsträger Torsten Frings, Tim Wiese, Hugo Almeida, Tim Borowski, Diego und ab der sechsten Minute auch auf Clemens Fritz verzichten mussten. Nach vorne getrieben vom Bremer Publikum zeigten die Platzherren ihre beste Saisonleistung und verdienten sich den Sieg redlich.

Selbst als der 30-malige spanische Meister noch einmal verkürzen konnte und die Kräfte der Grün-Weißen verständlicherweise nachließen, geriet der Erfolg für den SV Werder nicht mehr ernsthaft in Gefahr. Dies lag auch daran, dass Wiese-Vertreter Christian Vander ganz im Gegensatz zur 1:3-Heimniederlage gegen Olympiakos Piräus eine nahezu fehlerfreie Leistung zeigte und hielt, was zu halten war.

Nach diesem "Dreier" haben es die Bremer nun selbst in der Hand, das vorzeitige Ausscheiden aus eigener Kraft noch zu verhindern. Voraussetzung dafür ist aber ein Sieg im letzten Gruppenspiel am 11. Dezember bei Olympiakos Piräus.

© SID

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