Fußball Club-WM
"Manu" spaziert ins Klub-WM-Finale

Mit einem ungefährdeten 5:3 (2:0)-Sieg gegen Gamba Osaka hat sich Manchester United bei der Klub-WM in Japan für das Finale qualifiziert. Dort wartet am Sonntag Liga de Quito.

Top-Favorit Manchester United hat ungeachtet der Wechselgerüchte um seinen Superstar Cristiano Ronaldo bei der Klub-WM in Japan im Spaziergang das Finale erreicht. Der englische Meister setzte sich nicht zuletzt eines Treffers seines von Real Madrid heftigst umworbenen Stürmers bei seinem ersten Einsatz im Halbfinale im Duell zwischen dem europäischen und asiatischen Champions-League-Sieger gegen Gamba Osaka mit 5:3 (2:0) durch.

Die Mannschaft von Teammanager Alex Ferguson trifft am Sonntag im Endspiel in Yokohama (21. Dezember, 11.30 Uhr MEZ) auf Liga de Quito aus Ecuador, das am Vortag das erste Halbfinale gegen CF Pachuca aus Mexiko mit 2:0 (2:0) gewonnen hatte.

Die neuen Spekulationen um Torjäger Ronaldo brachten den schottischen Fußballlehrer in Rage. "Glauben Sie, ich würde mit dem Pack einen Vertrag machen? Auf gar keinen Fall. Ich würde denen noch nicht mal ein Virus verkaufen... Das können Sie übrigens als ein Nein auffassen", wetterte "Fergie".

Dann wurde er wieder sachlicher, als es um das Halbfinale gegen Osaka nicht. "Die Leute haben für ihr Geld eine Menge geboten bekommen", sagte Ferguson, der vor allem seinen Torwart Edwin van der Sar lobte. "Er hat dreimal toll pariert. Ich weiß nicht, wie das Spiel sonst ausgegangen wäre." Im mit 67 000 Zuschauern fast ausverkauften International Stadium von Yokohama hatten zweimal Torjäger Wayne Rooney (75., 80.), der Serbe Nemanja Vidic (28.), Cristiano Ronaldo (45.) und Darren Fletcher (78.) die Treffer für den Weltpokalsieger von 1999 erzielt.

Masato Yamazaki (74.), Yasuhito Endo per Handelfmeter (85.) sowie Hideo Hashimoto (90.) waren für Osaka erfolgreich, das im kleinen Finale um Platz drei ebenfalls am Sonntag (8.30 Uhr MEZ) auf Pachuca trifft.

"Es hat unglaublich Spaß gemacht"

"Das war eine fantastische Atmosphäre, es hat unglaublich Spaß gemacht. In der zweiten Hälfte waren wir nicht mehr so gut. Dafür werden wir im Finale wieder eine bessere Leistung abliefern", meinte der Europas Fußballer des Jahres Ronaldo, dessen Wechsel im Sommer zu seinem Traumverein Real Madrid Presseberichten zufolge schon beschlossene Sache sein soll. Angeblich hätten sich auch die Klubs bereits auf die Transfermodalitäten verständigt, was Ferguson nach dem Schluspfiff aufregte.

"Real hat keine Chance, es gibt keine Absprachen zwischen den Vereinen", echauffierte sich der Schotte. Zuvor hatte die Zeitung El Mundo berichtet, der Transfer sei perfekt und zwei Real-Verantwortliche als Quelle genannt.

Bei der Unterredung, an der auch Real-Präsident Ramon Calderon teilgenommen haben soll, wurden auch Details genannt. Demnach soll die Ablösesumme für Ronaldo, der noch bis 2012 bei "Manu" unter Vertrag steht, 80 Mill. Euro betragen. In Madrid soll der Portugiese mit neun Mill. Euro jährlich entlohnt werden.

Die Gerüchte um den Portugiesen hatten bei der Klub-WM bereits vor dem Spiel um Platz fünf die Runde gemacht, das Adelaide United aus Australien ein 1:0 (1:0) gegen Al Ahly Kairo aus Ägypten für sich entschied.

© SID

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