Fußball Confederations-Cup
Brasilien führt Italien vor – Coup der USA

Vorgeführt, blamiert, ausgeschieden: Nach einem denkwürdigen Debakel gegen die brasilianischen Fußball-Zauberer ist für Weltmeister Italien die Mini-WM schon nach der Vorrunde beendet. Und auch in Ägypten ist die Enttäuschung riesig. Denn zweiter Halbfinalist neben Brasilien ist nach einer unglaublichen Tore-Aufholjagd das eigentlich schon abgeschriebene Teams der USA.

Super Seleção, arrivederci Italia – die "Squadra Azzurra" leistete sich beim Confed Cup in Südafrika eine peinliche 0:3 (0:3)-Pleite im Klassiker gegen den Rekordweltmeister und verpasste damit das Halbfinale. In die Runde der letzten Vier zogen neben Titelverteidiger Brasilien überraschend die USA ein, die Afrikameister Ägypten 3:0 (1:0) in Rustenburg bezwangen. „Das ist unglaublich. Wir wussten, wozu wir in der Lage sind. Aber es ist schon eine große Überraschung. Es ist einfach toll für uns“, sagte der frühere Münchner Landon Donovan.

Bei 4:6 Toren gab ein einziger Treffer den Ausschlag für die USA gegenüber den punktgleichen Italienern (3:5). Auch Ägypten (4:7) fehlte bei drei Punkten nur ein Tor zum Halbfinal-Einzug. Charly Davies (21. Minute), Bradley (63.) und Clint Dempsey (71.) erzielten vor 23 140 Zuschauern im Royal Bafokeng Stadion die Tore für die zuvor im Turnier zweimal bezwungenen und eigentlich schon abgeschlagenen Amerikaner, die nun am Mittwoch im Halbfinale in Bloemfontein Europameister Spanien herausfordern. „Das wird eine ganz schwere, aber reizvolle Aufgabe“, sagte Donovan.

Riesige Enttäuschung dagegen in Italien: Luis Fabiano mit einem Doppelpack (37. und 43.) sowie ein Eigentor von Andrea Dossena (45.) besiegelten das Aus der "Mumien", wie die Italiener in der Heimat nach der 0:1-Blamage am vergangenen Donnerstag gegen Ägypten verspottet worden waren. "Leider sind wir raus, das tut sehr weh. Wir werden nun viele Dinge überdenken müssen", sagte Weltmeistertrainer Marcello Lippi: "Die Mannschaft hat enttäuscht, Brasilien hat den Sieg klar verdient."

Lippi wollte das Aus aber nicht überbewertet wissen: „Man sollte Ruhe bewahren und nicht junge Spieler für solche Spiele fordern. Denn da ist auch Erfahrung gefragt.“ Kapitän Fabio Cannavaro, der sein 126. Länderspiel für Italien bestritt und mit Rekordhalter Paolo Maldini gleichzog, meinte: „Das tut uns sehr weh. Aber wir kommen in einem Jahr zur WM zurück - und dann wird man sehen.“

Die brasilianischen Stars um 65-Millionen-Mann Kaka, die seit der WM 1982 (2:3) nicht mehr gegen die "Azzurri" verloren haben, treffen im Halbfinale am Donnerstag (20.30 Uhr/live im DSF) in Johannesburg auf Gastgeber Südafrika. "Jetzt wollen wir ins Finale gegen Spanien", sagte Kaka nach dem Abpfiff: "Die Höhe des Sieges gegen Italien ist überraschend, aber so ist das: Wenn wir lange zusammen sind, kommen immmer gute Ergebnisse heraus."

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