Fußball Confederations-Cup
Confed Cup dient Löw als Spionage-Tour

Bundestrainer Joachim Löw will den Confed Cup in Südafrika für sportliche und organisatorische Erkenntnisse nutzen und sich "vor Ort einen Eindruck verschaffen".

Bundestrainer Joachim Löw setzt seine Spionage-Tour fort und reiste am Dienstagabend zu den beiden Halbfinals des Confed Cups nach Südafrika. Der 49-Jährige will sich vier Tage nach seiner Rückkehr von der U21-EM in Schweden gemeinsam mit seinem Assistenten Hansi Flick und Teammanager Oliver Bierhoff einen Eindruck von den Bedingungen am Kap der guten Hoffnung verschaffen. Dabei will Löw vor allem Europameister Spanien und den fünfmaligen Weltmeister Brasilien genau unter die Lupe nehmen.

"Der Confed Cup ist die Generalprobe für die WM 2010 in Südafrika, und deshalb ist es nur logisch, dass wir uns vor Ort einen Eindruck verschaffen wollen. Wir erhoffen uns von unserem Besuch wichtige sportliche und organisatorische Erkenntnisse", sagte Löw dem Sport-Informations-Dienst (SID) kurz vor seiner Abreise nach Südafrika.

Löw beobachtet die Halbfinalisten und macht sich ein Bild vom WM-Gastgeberland

Löw wird nach seiner Landung in Johannesburg am Mittwoch direkt in Richtung Bloemfontein aufbrechen, um dort das erste Halbfinale des Confed Cups zwischen Spanien und den USA live zu verfolgen. Dort sieht der Bundestrainer neben dem Europameister auch das mögliche neue Team von DFB-Flüchtling Jermaine Jones. Der Schalker hatte angekündigt, nach drei Länderspielen für die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) zukünftig für das US-Team auflaufen zu wollen. Ein neues Fifa-Reglement gibt ihm die Möglichkeit dazu. Am Donnerstag steht für Löw und Co. dann das zweite Halbfinale zwischen WM-Gastgeber Südafrika und der "Selecao" in Johannesburg auf dem Programm.

"Unser Besuch bei den beiden Halbfinal-Begegnungen rundet die intensive Beobachtung des Turniers, für die Urs Siegenthaler in vielen Stadien unterwegs war, für uns ab. Selbstverständlich wollen wir uns außerdem ein Bild von der Infrastruktur des Landes und der Logistik bei dem Turnier machen", sagte Löw, der nach den beiden Halbfinals wieder abreist und bei einem Finaleinzug der U21 wieder in Richtung Schweden aufbricht.

Besuch des DFB-Quartiers für 2010

Zuvor will sich Löw gemeinsam mit Bierhoff aber noch ein Bild vom möglichen DFB-Quartier in der Nähe von Johannesburg machen. Bei der WM wird die Nationalelf voraussichtlich in der Provinz Gauteng nördlich von Joburg ihr Quartier aufschlagen. "Auch wenn alle von der Region um Kapstadt schwärmen, haben wir dort unter anderem aus medizinischen Gründen und mit Blick auf die Fitness die besten Möglichkeiten. Dort ist es im Winter trockener, es liegt um die 1 600 Meter hoch. Dies ist auch ein wichtiger Aspekt, weil auch die meisten Spiele in der Region stattfinden werden", sagte Teammanager Bierhoff.

© SID

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