Fußball DFB: Adidas-Boss Hainer in Sachen DFB "siegessicher"

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Adidas-Boss Hainer in Sachen DFB "siegessicher"

In der Debatte über die Laufzeit des Ausrüster-Vertrages des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) mit Adidas geht der Herzogenauracher Konzern weiter anders als der Verband von einer gültigen Vereinbarung bis 2014 aus. "Nach meiner festen Überzeugung haben wir einen gültigen Vertrag mit dem DFB", erklärte Vorstands-Boss Herbert Hainer in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und fügte hinzu: "Gehen Sie davon aus, dass wir uns von Rechtsexperten beraten lassen, bevor wir eine Meinung in der Öffentlichkeit abgeben. Und unsere Meinung ist: Wir haben einen Vertrag."

Gleichzeitig stellte Hainer klar, dass sein Unternehmen das Angebot für den DFB über elf Mill. Euro pro Jahr derzeit nicht erhöhen wird: "Das ist momentan nicht das Thema."

Vor dem Hintergrund einer 500-Millionen-Euro-Offerte des Adidas-Konkurrenten Nike für eine Zusammenarbeit über acht Jahre ab 2011 hatte der DFB zuletzt den Bestand eines Vertrages mit seinem derzeitigen Partner über 2010 hinaus unter Hinweis auf ein Rechtsgutachten bestritten. Der Verband und aiddas waren im vergangenen Sommer vor dem Eingang des Angebotes aus den USA im Zusammenhang mit der freien Schuhwahl der Spieler in der Nationalmannschaft grundsätzlich über eine Verlängerung der Kooperation einig geworden und hatten darüber auch die Öffentlichkeit informiert. Allerdings sind die Vereinbarungen nicht schriftlich fixiert worden.

Hainer über Nike-Angebot "verblüfft"

Hainer, den die Bekanntgabe des Nike-Angebotes durch den DFB nach eigenen Angaben "verblüfft" hat, schilderte in dem FAZ-Interview den Hergang und das Ergebnis der Verhabndlungen mit dem DFB als eindeutig: "Ich selbst und DFB-Präsident Theo Zwanziger waren dabei, als das abgemacht wurde, und einen Tag später haben wir eine Pressemitteilung herausgegeben. Danach sollten - so wie das üblich ist - die Anwälte beider Seiten die schriftlichen Verträge ausarbeiten. In diesen Prozess ist Nike hereingeplatzt."

Der Unternehmens-Chef kündigte zudem eine Prüfung der DFB-Rechtsposition durch Juristen an. "Wir werden uns jetzt dieses Gutachten genauer ansehen und in den nächsten beiden Wochen eine Antwort geben."

© SID

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