Fußball DFB
Beckenbauer ist gegen Einheits-Taktik

Franz Beckenbauer ist kein Anhänger eines einheitlichen Spielsystems für den gesamten Jugendbereich. Der "Kaiser" plädiert vielmehr für eine abwechslungsreiche und vor allem offensive Spielweise der Nachwuchskicker.

Bundestrainer Joachim Löw und Sportdirektor Matthias Sammer planen eine einheitliche taktische Grundausrichtung (4-4-2-System) beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) auf den kompletten Jugendbereich zu übertragen. Doch Franz Beckenbauer hält nichts von der Idee der Einheits-Taktik.

"Man kann über diese Vereinheitlichung diskutieren. Ich bin der Meinung, dass zumindest die Nachwuchsspieler zwischen zwölf und 17 Jahren nicht auf ein einziges System gedrillt werden sollen", meinte der Weltmeister von 1974 in seiner Kolumne in der Bild-Zeitung: "Jeder gute Trainer hat mindestens zwei Spielsysteme drauf, also z.B. 4-4-2 und 4-3-3. Sonst gehört er eigentlich wegen Einseitigkeit entlassen."

Beckenbauer geht im Hinblick auf eine attraktive und offensive Spielweise sogar noch einen Schritt weiter: "Für die Kleinen empfehle ich als Alternative 4-2-4. Ja, vier Stürmer! Sollen die jungen Burschen nach vorne rennen, in die Zweikämpfe gehen, dribbeln, über die Flügel marschieren. Das lernen sie so viel besser. Sie werden noch früh genug in ein anderes taktisches Schema gepresst."

© SID

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