Fußball DFB
Bierhoff kündigt Wettverbot für Nationalspieler an

Wie in der Bundesliga sollen die deutschen Nationalspieler in Zukunft auch offiziell nicht mehr auf Spiele der DFB-Auswahl wetten dürfen. Oliver Bierhoff will die Akteure eine Vereinbarung unterschreiben lassen.

Neben der Forderung nach positivem Denken hat Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff angekündigt, den deutschen Auswahlspielern künftig offiziell zu untersagen, auf Länderspiele des deutschen Teams zu wetten. "In der Bundesliga mussten die Spieler unterschreiben, dass sie in Wettbewerben, an denen sie beteiligt sind, nicht wetten dürfen. Das werden wir natürlich auch bei der Nationalmannschaft machen", erklärte der frühere DFB-Kapitän in einem Interview mit der Tageszeitung Die Welt (Dienstagausgabe), ohne weitere Einzelheiten zu nennen.

Gleichzeitig machte Bierhoff noch einmal klar, dass der Deutsche Fußball-Bund (DFB) seine Nationalspieler mit aller Macht gegen ungerechtfertigte Vorwürfe schützen werde. "Wir werden ganz detailliert verfolgen, was Medien verbreiten, und uns natürlich rechtliche Schritte vorbehalten, wenn Dinge gemacht werden, die nicht im Interesse der Spieler und Verantwortlichen sind", meinte der DFB-Manager in Bezug auf den jüngsten Wirbel um den Münchner Bastian Schweinsteiger.

"Vor dem Turnier die volle Unterstützung"

Trotz der jüngsten Nackenschläge, vor allem dem 1:4 des WM-Gastgebers vor rund drei Wochen in Italien, ist Bierhoff nach wie vor von einer positiven Grundstimmung in Deutschland überzeugt. "Ich glaube gar nicht, dass sie so schlecht ist, wie sie dargestellt wird. Wir sind wieder nah dran, veröffentlichte Meinung und öffentliche Meinung gleichzusetzen. Sicher gibt es noch Probleme, und die Mannschaft hat noch nicht das Potenzial, als Favorit ins Turnier zu gehen. Aber ich bin überzeugt, dass vor dem Turnier die volle Unterstützung zurückkommt", meinte er zur Stimmungslage im Lande.

Zugleich warnte Bierhoff vor Schwarzmalerei: "Wir haben ein riesiges Turnier, und ich habe das Gefühl, dass es eine Tendenz gibt, eher negative Themen zu diskutieren. Das ist gefährlich, weil wir damit unser Image im Ausland kaputtmachen. Wir sollten nicht kritiklos sein, aber das positive Denken nicht verlieren und bedenken, wie solche Dinge in anderen Ländern aufgenommen werden können."

© SID

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