Fußball DFB
Bierhoff reagiert verwundert auf Kritik der Liga

Oliver Bierhoff hat verwundert auf die Kritik einiger Bundesligisten an der Länderspiel-Anzahl reagiert: "Es muss im Interesse aller Beteiligten sein, die Spiele in allen Wettbewerben zu minimieren", so der DFB-Manager.

Verwundert hat sich Nationalmannschafts-Manager Oliver Bierhoff über die anhaltende Kritik einiger Bundesligisten an der Anzahl der Länderspiele geäußert. "Es muss vielmehr im Interesse aller Beteiligten sein, dass man die Spiele in allen Wettbewerben minimiert. Das kann nicht nur von einer Seite kommen, auch wenn wir die Problematik der Überbelastung natürlich auch in der Nationalmannschaft sehen", meinte Bierhoff am Montag auf einer Pressekonferenz in Frankfurt/Main vor dem EM-Qualifikationsspiel des WM-Dritten auf Zypern am Mittwoch (20.00 Uhr MEZ/live im ZDF).

Um einer lang anhaltenden Kontroverse mit der Liga aus dem Weg zu gehen, will Bundestrainer Joachim Löw ähnlich wie beim 2:0 gegen Georgien beim nächsten Länderspiel am 28. März in Duisburg (Gegner noch offen) laut Bierhoff dem "Perspektivkader" eine Chance geben. "Nach dem Tschechien-Spiel am 24. März werden wir einige Spieler, die mit ihren Klubs noch international spielen, schonen. Dafür bekommen dann die Perspektivspieler eine Chance", meinte Bierhoff.

Ballack muss auf Winterpause verzichten

Eine besondere Problematik erwartet zudem Kapitän Michael Ballack, der auf Zypern sein 75. Länderspiel absolvieren wird. Denn durch den Wechsel zum englischen Meister FC Chelsea entfällt für den 30-Jährigen nach der kraftraubenden WM die Winterpause. "Im Moment fühle ich mich gut, die Saison hat ja gerade erst angefangen. Aber man wird im Frühjahr sehen, was es ausmacht, keine Winterpause zu haben", sagte Ballack.

Zuletzt hatten Ligaverbands- und DFB-Vize-Präsident Wolfgang Holzhäuser und Bremens Trainer Thomas Schaaf vehement eine Reduzierung der DFB-Termine gefordert. "Die Zahl der Testspiele und der Qualifikationsspiele müsste reduziert werden", erklärte Schaaf und fügte hinzu: "Es darf nicht sein, dass aus finanziellen Interessen unser Produkt Schaden nimmt."

© SID

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