Fußball DFB
Bierhoff und Behlau in Südafrika bestohlen

Oliver Bierhoff und Georg Behlau sind während ihres Aufenthaltes bei der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen in Durban/Südafrika bestohlen worden. Der Teammanager der Nationalmannschaft vermisst sogar seinen Pass.

Die Delegation des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) musste am eigenen Leib erfahren, wie es um die Sicherheit im Gastgeberland für die WM 2010 bestellt ist. Teammanager Oliver Bierhoff und Georg Behlau, Leiter des Büros Nationalmannschaft beim DFB, sind am Sonntag in Südafrika Dieben zum Opfer gefallen. Am Tag der Auslosung der WM-Qualifikationsgruppen in der Hafenstadt Durban am indischen Ozean wurden Bierhoff und Behlau im Nobelhotel Southern Sun am Frühstückstisch die Aktentaschen entwendet, als sie sich am Büffet bedienten.

Bierhoff beklagte unter anderem den Verlust seines Handys und seines Reisepasses. DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach, der ebenfalls mit am Tisch saß, wurde von den Langfingern verschont.

Bierhoff hofft auf schnelle Hilfe der Diplomaten

"Für die Stimmung ist so etwas natürlich tödlich. Das ist schon der Wahnsinn, wir waren nur eine Minute vom Tisch weg", berichtete Niersbach. Bierhoff räumte ein: "Irgendwie ziehe ich mir den Schuh auch selbst an. Man darf seine Sachen einfach nicht unbeaufsichtigt lassen. Zum Glück waren es nur Sachen, die ersetzbar sind."

Durch die Hilfe deutscher Diplomaten erhielt Bierhoff vor der Auslosungszeremonie am Sonntagnachmittag zumindest einen vorläufigen Reisepass, so dass seiner Ausreise am Montag aus Südafrika nichts im Wege steht.

Eklat nach Mord an österreichischem Ex-Profi

Ein weiterer Zwischenfall wirft ebenfalls kritische Fragen zur Sicherheit in Südafrika auf. Der 43 Jahre alte ehemalige Ex-Profi Peter Burgstaller ist laut offiziellen Angaben bereits am vergangenen Freitag auf einem Golfplatz in Durban/Südafrika erschossen worden. Der Mann sei vom Sicherheitspersonal auf der mit einem Elektrozaun gesicherten Anlage mit einem Brustschuss tot aufgefunden worden. Das bestätigte das österreichische Außenministerium am Sonntag.

Offenbar wurde er Opfer eines Überfalls, sein Handy blieb verschwunden. Der Schlüssel zu seinem Hotelzimmer wurde neben ihm im Gras liegend gefunden, in das Hotel-Zimmer wurde aber offenbar nicht eingebrochen. Die örtliche Polizei nahm die Ermittlungen auf. Nach Angaben von Fifa-Präsident Joseph S. Blatter habe sich Burgstaller als Tourist in Durban aufgehalten und sei kein offizielles Mitglied der österreichischen Delegation gewesen, die sich von dem Vorfall aber sehr betroffen zeigte. Der frühere Bundesligaprofi Andreas Herzog als Mitglied der österreichischen Delegation erklärte in der ARD: "Die Stimmung bei uns ist natürlich sehr getrübt. Das ist ein Wahnsinn."

DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach zeigte sich ebenfalls bestürzt, sagte aber auch, dass man Gastgeber Südafrika trotz dieses schlimmen Vorfalls nach wie vor das Vertrauen geben müsse, "auch wenn es in diesem Moment schwer fällt."

© SID

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