Fußball DFB
Bierhoff unterschreibt beim DFB bis 2010

Oliver Bierhoff hat wie erwartet seinen Vertrag als Teammanager der deutschen Nationalmannschaft verlängert. Der 37-Jährige unterschrieb im Vorfeld des DFB-Pokal-Finales in Berlin einen neuen Vier-Jahres-Kontrakt.

Oliver Bierhoff hat seinen Vertrag beim Deutschen Fußball-Bund (DFB) als Teammanager der deutschen Nationalmannschaft wie erwartet über die Weltmeisterschaft hinaus bis 2010 verlängert. Der 37 Jahre alte Ex-Nationalspieler unterschrieb am Samstag in Berlin im Vorfeld des DFB-Pokal-Finales seinen neuen Vier-Jahres-Kontrakt.

Bierhoff hatte sich bereits zu Beginn des Jahres mit dem Geschäftsführenden DFB-Präsidenten Theo Zwanziger per Handschlag auf eine weitere Zusammenarbeit verständigt. In den letzten Wochen waren noch einige Details geklärt worden. Der EM-Held von 1996 hatte unter anderem größere Kompetenzen gefordert.

"Wir haben einen Bundestrainer, von dem wir überzeugt sind, dass er die Mannschaft im Turnier weit führen und seine Ziele realisieren kann. Wir wünschen uns, auch mit Jürgen Klinsmann weitermachen zu können. Vor diesem Hintergrund war es sehr wichtig, Oliver Bierhoff für die Zeit nach der WM weiter für uns zu gewinnen", sagte Zwanziger unmittelbar nach der Vertragsunterschrift von Bierhoff im Berliner Hotel Intercontinental.

Klinsmann begrüßt Vertragsverlängerung von Bierhoff

Klinsmann selbst bekräftigte im Gespräch mit dem ZDF noch einmal: "Meine persönliche Zukunft hängt vom Erfolg bei der WM ab. Nach dem Turnier werden wir die Situation analysieren und zudem werde ich mit meiner Familie sprechen und dann eine Entscheidung treffen." Der Bundestrainer begrüßte aber unabhängig von seiner Zukunft die Vertragsverlängerung von Bierhoff: "Ich bin enorm froh, dass er verlängert hat. Er hat eine enorm wichtige Funktion beim DFB, hält die Kontakte zu den Vereinen, Sponsoren und Medien. Zudem hält er mir den Rücken frei." Laut Ex-Torjäger Bierhoff sei es für den Bundestrainer entscheidend, "was für ein Gefühl er während des Turniers bekommt, was mit dieser Mannschaft noch zu erreichen ist".

Bierhoff selbst will grundsätzlich "die Dinge vorantreiben, die schon unter Jürgen Klinsmann begonnen wurden. Es ist mein Hauptziel, dass wir das schaffen. Ich will weiter mein eigenes Profil aufbauen und gestalterisch über die Aufgaben bei der Nationalmannschaft hinaus arbeiten." Dafür wurden ihm von Zwanziger auch die geforderten größeren Kompetenzen eingeräumt. Bierhoff machte allerdings deutlich, dass er weiterhin nicht in den sportlichen Verantwortungsbereich von Klinsmann eingreifen werde.

Der EM-Held von 1996 und ehemalige DFB-Kapitän wird künftig "als wichtiges Bindeglied der Nationalmannschaft zur Nachwuchsförderung, zur U21 und zu Sportdirektor Matthias Sammer fungieren. "Er wird auch Verantwortung im Budgetbereich haben und soll das Verhältnis zur Liga gestalten", verdeutlichte der DFB-Präsident.

Zwanziger schwärmt vom "Menschen" Bierhoff

Für Zwanziger ist Bierhoff "ein wichtiger Botschafter des deutschen Fußballs und ein Garant für ein deutliches Wort. Ich bin sehr glücklich, weil sich auch ein Vertrauensverhältnis entwickelt hat, das sehr tief ist. Wir können über alles reden und haben jetzt die Sicherheit für die Zeit nach 2006. Es war eine wichtige Weichenstellung. Ich schätze ihn als Mensch und seinen Charakter."

Der diplomierte Betriebswirt Bierhoff, der 2003 seine aktive Laufbahn beendet hatte, sprach von einem Vertrauensbeweis, "der mich sehr freut". Er habe in den knapp zwei Jahren seiner Tätigkeit seit seinem Amtsantritt Ende Juli 2004 gespürt, "dass es mir Spaß bringt, und ich habe auch ein positives Feedback von der Liga und den anderen Partnern bekommen. Ich sehe mich als DFB-Mann". Nach der WM werde er deshalb auch sein Engagement als TV-Kommentator und seine Werbetätigkeit "drastisch abbauen", kündigte der 37-Jährige an.

Auch in seiner Kommunikationsabteilung setzt der DFB auf Kontinuität. Mediendirektor Harald Stenger verlängerte laut Zwanziger seinen Vertrag um weitere drei Jahre bis 2009. Der frühere Fußballchef der Frankfurter Rundschau hatte 2001 Wolfgang Niersbach, der als Vize-Präsident zum WM-Organisationskomitee wechselte, als Chef der Medienabteilung des DFB abgelöst.

© SID

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