Fußball DFB
DFB-Beschwerde gegen Hausdurchsuchung erfolglos

Das Bonner Landgericht hat die Beschwerde des DFB gegen eine Hausdurchsuchung abgelehnt. Die Geschäftsräume des DFB waren 2008 infolge eines Presseberichts durchsucht worden.

Das Bonner Landgericht hat die Beschwerde des Deutschen Fußball-Bundes (DFB) gegen eine Hausdurchsuchung und die Beschlagnahme von Unterlagen durch das Bundeskartellamt abgelehnt. Der DFB, der eine entsprechende Meldung des Kölner Stadt-Anzeigers bestätigte, äußerte Unverständnis für diese Entscheidung und behält sich weitere Schritte vor.

"Wir haben die Akten gesehen und haben weiterhin kein Verständnis dafür, dass ein einziger Zeitungsartikel ausreicht, um eine Hausdurchsuchung anzuordnen. Einige Monate standen wir unbegründet unter dem Verdacht einer illegalen Handlung. Dass nun das Landgericht Bonn die Beschwerde gegen die Hausdurchsuchung zurückweist, ist nicht nachzuvollziehen", sagte DFB-Generalsekretär Wolfgang Niersbach in einer offiziellen Stellungnahme.

Verfahren im August 2008 eingestellt

Am 26. Februar 2008 ging das Kartellamt Presseberichten nach und durchsuchte die Geschäftsräume des DFB und die Büros der Deutschen Fußball Liga (DFL). Der DFB und die DFL sollen laut Presseberichten angeblich eine kartellrechtswidrige Arbeitsgruppe für den Bereich Sponsoring eingerichtet haben. Tatsächlich bestätigte sich der Vorwurf nicht, so dass das Verfahren durch das Bundeskartellamt am 13. August 2008 eingestellt wurde.

Laut Entscheidung der Beschwerdekammer am Landgericht Bonn gab es zum Zeitpunkt der Durchsuchungsanordung "zureichende tatsächliche Anhaltspunkte für den Verdacht einer kartellrechtlichen Ordnungswidrigkeit". Daher sei die Durchsuchung recht- und verhältnismäßig gewesen.

Der Deutsche Fußball-Bund wird nunmehr die schriftliche Begründung des Bonner Landgerichts, die den DFB-Anwälten am Donnerstag zugestellt wurde, prüfen und anschließend über das weitere Vorgehen entscheiden.

© SID

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