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DFB ehrt Torwart-Legende Trautmann

Bert Trautmann ist für seine Verdienste um den deutschen Fußball vom DFB geehrt worden. Der 86-Jährige hatte zur Völkerverständigung zwischen Deutschland und England beigetragen.

Torwart-Ikone Bert Trautmann ist vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) mit der DFB-Nadel mit Brillant ausgezeichnet worden. Vor dem Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen England wurde der ehemalige Torwart des englischen Premier-League-Klubs Manchester City von DFB-Präsident Theo Zwanziger, Verbands-Generalsekretär Wolfgang Niersbach und Ehrenpräsident Gerhard Mayer-Vorfelder bei einem Empfang in einem Berliner Nobelhotel für "seine einzigartigen Verdienste um das Ansehen des deutschen Fußballs in England" geehrt.

Die DFB-Nadel in Brillant ist die höchsten Auszeichnung des Verbandes, die für Personen möglich ist, die nicht in einem DFB-Gremium tätig sind oder waren. Trautmann hatte am 22. Oktober sein 85. Lebensjahr vollendet.

"Das ist eine Ehrung, die weit über den Fußball hinausgeht"

"Bert Trautmann, der in den 50er-Jahren zu einer Legende des englischen Fußballs wurde, war und ist sowohl als Sportler als auch als Mensch ein großartiger Botschafter Deutschlands. Er hat unsere Länder in unnachahmlicherweise verbunden. Wir danken ihm für sein Lebenswerk Fußball und für sein Lebenswerk Völkerverständigung. Das ist eine Ehrung, die weit über den Fußball hinausgeht", erklärte Zwanziger in seiner Laudatio.

Der Torwart hätte mit seinem Handeln sehr viel zur deutsch-englischen Versöhnung nach dem Zweiten Weltkrieg beigetragen. Bei der Ehrung des gebürtigen Bremers, der im Olympiastadion als Ehrengast den Fußball-Klassiker zwischen Deutschland und England verfolgt, waren neben DFB-Präsident Zwanziger unter anderem noch Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit sowie der ehemalige englische Fußball-Nationalspieler Geoff Hurst, die ehemaligen Bundesminister Joschka Fischer und Otto Schily und DFB-Ehrenspielführer Lothar Matthäus anwesend.

Halswirbelbruch bringt Trautmann Kultstatus in England ein

Trautmann bestritt von 1949 bis 1964 für "The Citizens" 639 Spiele und wurde als erster Ausländer Englands Spieler des Jahres. Kultstatus erlangte der Keeper, der zum besten Spieler aller Zeiten von Manchester City gewählt wurde, auf der Insel, als er im FA-Cup-Finale 1956 sein Team trotz eines im Spiel erlittenen und nicht erkannten Halswirbelbruchs zum Sieg führte. 2004 wurde er aufgrund seiner Verdienste um die deutsch-britischen Beziehungen von Königin Elizabeth II. zum "Officer of the British Empire" ernannt.

© SID

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