Fußball DFB
DFB fordert Koch zu Stellungnahme auf

Der DFB hat den 1. FC Köln zu einer Stellungnahme von Assistenzcoach Roland Koch aufgefordert. Koch soll gesagt haben, dass er im Spiel bei 1 860 München Kontakt mit dem gesperrten Trainer Christoph Daum aufgenommen hat.

Der Kontrollausschuss-Vorsitzende Horst Hilpert vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) hat den Zweitligisten 1. FC Köln zu einer schriftlichen Stellungnahme von Assistenztrainer Roland Koch bis Montag aufgefordert. Grund dafür ist eine Aussage Kochs, der nach dem 1:1 (0:0) bei 1 860 München am Freitagabend gegenüber dem Fernsehsender Premiere eingeräumt hatte, mit dem gesperrten Chefcoach Christoph Daum in der Halbzeitpause Kontakt gehabt zu haben.

Damit hätte Köln gegen die Auflagen des DFB-Sportgerichts verstoßen, wonach es heißt (DFB-Ausbildungsordnung, Paragraph 30, Absatz vier): "(...) 30 Minuten vor dem angesetzten Spieltermin bis 30 Minuten nach dem Abpfiff (...) darf er (der gesperrte Trainer, d. Red.) mit seiner Mannschaft weder unmittelbar noch mittelbar in Kontakt treten." Manager Michael Meier versicherte in einem Telefonat am Samstag mit Hilpert entgegen der Aussage von Koch, es habe keinen Kontakt zu Daum gegeben.

"Die Richtlinien sind ganz klar: Wenn ein Verstoß festgestellt werden sollte, wird ein neues Verfahren eingeleitet", sagte DFB-Pressesprecher Harald Stenger dem Sport-Informations-Dienst (sid). Meier sei bereits im Vorfeld der Partie offiziell darauf hingewiesen worden.

Nach dem Fernsehinterview hatte Koch seine Aussage relativiert und angegeben, Kontakt zu Meier gehabt zu haben. Sollte der DFB jedoch zu der Erkenntnis kommen, dass es zu einer Kontaktaufnahme mit Daum gekommen ist, droht nun auch Koch eine Sperre und Daum eine Verlängerung seines Tribünendaseins.

Der 53-Jährige hatte sich die Sperre nach der 0:1-Heimniederlage gegen Aachen am zweiten Spieltag eingehandelt, nachdem er die Schiedsrichter als "Spielentscheider" betitelt und der Zunft "bewusste Entscheidungen gegen den 1. FC Köln" unterstellt hatte. Ein Treffer von Adil Chihi war zuvor aberkannt worden.

© SID

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