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DFB-Frauen stolpern auch über Frankreich

Die deutsche Frauen-Nationalmannschaft kommt im WM-Jahr einfach nicht in Tritt. Beim Algarve-Cup verlor die DFB-Auswahl beim 0:1 gegen Frankreich auch ihr zweites Spiel und bleibt damit 2007 weiter ohne Sieg.

Die deutschen Fußballerinnen können offenbar nicht mehr gewinnen und stecken ein halbes Jahr vor dem Start in die Mission Titelverteidigung bei der WM in China (10. bis 30. September) in einer Krise. Zwei Tage nach der 1:2-Niederlage gegen Norwegen unterlagen die Weltmeisterinnen im zweiten Gruppenspiel beim Algarve-Cup in Portugal mit 0:1 (0:1) gegen Frankreich und müssen damit auch nach dem fünften Spiel weiter auf den ersten Sieg im Jahr 2007 warten.

Elise Bussaglia (33.) erzielte den entscheidenden Treffer für Frankreich gegen die Auswahl des Deutschen Fußball-Bundes (DFB), die auch mit einem Sieg über Dänemark im abschließenden Gruppenspiel am Montag (18.30 Uhr/live bei Eurosport) das Finale am Mittwoch (17.30 Uhr/live bei Eurosport) nicht mehr erreichen und damit die Titelverteidigung abhaken kann. Das dänische Team steht durch die deutsche Niederlage bereits als erster Finalist fest, Deutschland beendet die Gruppe auch bei einem Erfolg gegen die Däninnen auf dem letzten Rang.

Die 300 Zuschauer in Faro sahen ein deutsches Teams, das von Trainerin Silvia Neid im Vergleich zur Partie gegen Norwegen, in der die Deutschen die erste Niederlage seit dem 1. März 2006 (0:1 gegen China) kassiert hatten, auf fünf Positionen verändert war. Von den Umstellungen profitierte in erster Linie Torhüterin Ursula Holl vom Uefa-Cup-Sieger 1. FFC Frankfurt, der insgesamt sieben Spielerinnen der Sartelf stellte. Die 24 Jahre alte Holl feierte ihr Debüt im deutschen Trikot, weil Stammtorfrau Silke Rottenberg (Kreuzbandriss) und Ersatzkeeperin Nadine Angerer (berufsbedingt) nicht mit an die Algarve gekommen waren.

Die DFB-Auswahl zeigte zu Beginn eine bemühte Vorstellung und wollte offensichtlich den dürftigen Auftritt gegen Norwegen, der die derzeitigen Schwächen in allen Mannschaftsteilen aufgezeigt hatte, vergessen machen. Das Team von Neid, die ihren erweiterten WM-Kader nach dem Algarve-Cup von 32 auf 25 Spielerinnen verkleinern will und nur mit 21 Akteurinnen nach China reisen darf, konnte sich allerdings gegen die defensiv agierenden Französinnen bis zur Pause kaum zwingende Möglichkeiten erarbeiten. Stattdessen mussten die Deutschen nach einem Ballverlust von Ariane Hingst (Turbine Potsdam) den Rückstand hinnehmen.

Nach dem Seitenwechsel bemühte sich der sechsmalige Europameister, der in den ersten drei Spielen des Jahres beim Vier-Nationen-Turnier im Januar in China nicht über drei torlose Unentscheiden hinausgekommen war, um den Ausgleich. Linda Bresonik (SG Essen-Schönebeck) traf aber nur die Latte (54.).

© SID

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