Fußball DFB
DFB fungiert als Zeuge im Ticketprozess

Nach dem Verdacht der Ticketveräußerung auf unrechtmäßige Weise während der WM 2006 in Deutschland wird nun der Deutsche Fußball-Bund (DFB) als Zeuge aufgesucht.

Das brisante Thema Ticketing hat am Mittwoch den Deutschen Fußball-Bund (DFB) in Atem gehalten. Nachdem zunächst das drohende "Auswärtsspiel" der deutschen Nationalmannschaft beim nächsten EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei in Berlin am 8. Oktober für Diskussionsstoff sorgte, wurde die Frankfurter Verbandszentrale auch noch von der Staatsanwaltschaft München durchsucht.

Die Münchner Behörde suchte den DFB dabei als Zeugen auf und sichtete Unterlagen. Hintergrund ist der Verdacht, dass im Zusammenhang mit der Weltmeisterschaft 2006 durch Dritte Ticketkontingente auf unrechtmäßige Weise weiter veräußert wurden. Gegen den DFB wird nicht ermittelt.

Niersbach: "Wir sind als Zeuge unserer Verpflichtung nachgekommen"

"Wir sind als Zeuge unserer Verpflichtung nachgekommen, Auskunft und Einblick zu geben. Außerdem haben wir umgehend auch von unserer Seite Strafantrag gestellt. Eine lückenlose und umfassende Aufklärung der Vorgänge liegt im höchsten Interesse des DFB", sagte Generalsekretär Wolfgang Niersbach.

Zudem erklärte Niersbach, dass sich die DFB-Auswahl beim wichtigen EM-Qualifikationsspiel gegen die Türkei in Berlin auf ein Auswärtsspiel einstellen könne. "Wir stellen uns darauf ein, dass das Verhältnis von deutschen zu türkischen Fans 60:40, vielleicht auch 50:50 ist", sagte Niersbach der Sport Bild. Niersbach rechnet mit über 30 000 türkischen Fans im Olympiastadion. Dabei erhielten die Gäste offiziell nur 11 500 Karten.

Sicherheit steht beim Spiel gegen die Türkei an erster Stelle

Sehr ernst nimmt der DFB beim Spiel gegen die Türkei das Thema Sicherheit. "Das Spiel ist schwieriger zu organisieren als ein Pokal-Endspiel. Wir setzen auf das Miteinander. Aber wir wissen, dass das Temperament der Türken manchmal ausufern kann wie beim Freundschaftsspiel zwischen Galatasaray und Fenerbahce Istanbul im Juli in Mönchengladbach."

Bei dem Freundschaftsspiel in Mönchengladbach gab es eine Schwerverletzte, weil Feuerwerkskörper abgebrannt wurden. Im Vorfeld des Qualifikationsspiels in Berlin wird der DFB deshalb in deutschen und türkischen Zeitungen Anzeigen schalten, in denen an die Fans appelliert wird, friedlich miteinander umzugehen. Zudem erfolgen strengere Kontrollen an den Eingängen.

© SID

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