Fußball DFB
DFB hat Hansa im Visier

Ein Nachspiel wird die DFB-Pokalpartie seiner Reserve gegen Schalke 04 (1:9) für den FC Hansa Rostock haben. Nach dem rassistischen Gebrüll einiger Fans gegen S04-Stürmer Gerald Asamoah droht zumindest eine Geldstrafe.

Dem Zweitligisten Hansa Rostock droht eine Strafe wegen des rassistischen Verhaltens einiger seiner Fans beim DFB-Pokalspiel der zweiten Mannschaft gegen den Bundesligisten FC Schalke 04. Bei der 1:9-Niederlage am vergangenen Samstag hatten Hansa-Anhänger den farbigen Nationalspieler Gerald Asamoah während der ersten Halbzeit mit Affengebrüll beleidigt. Nun ermittelt ein Kontrollausschuss des Deutschen Fußball-Bundes, eine Geldstrafe ist mindestens zu erwarten.

Nachdem der Schiedsrichter der Partie, Matthias Anklam, einen Sonderbericht über die Vorfälle angelegt hatte, soll nun auch Asamoah selbst seine Stellungnahme abgeben. Erst danach wird entschieden, ob auch Hansa Rostock noch einmal gehört werden soll.

Hansa zeigt Verständnis für mögliche Geldstrafe

Dort hat kann man die Ermittlungen derweil gut verstehen: "Eine Geldstrafe ist schmerzlich, aber ich habe Verständnis dafür. Das ist eine Notwendigkeit", sagte Hansa-Aufsichtsratschef Horst Klinkmann. Am Mittwoch wird der Untersuchungsausschuss mit dem Vereinsvorstand tagen, um die weitere Vorgehensweise zu diskutieren. Klinkmann hält dabei auch eine Strafanzeige gegen die schuldigen Personen für möglich. Eine Identifizierung der rassistischen Anhänger könnte mit Hilfe von Fanbeauftragten und Fanklubs geschehen.

Mitte der ersten Halbzeit hatte die Rostocker Fans im Ostseestadion mit den Affengeräuschen begonnen. Daraufhin hatte Schalke-Coach Mirko Slomka seinem Stürmer angeboten, in der Halbzeit-Pause in der Kabine bleiben zu dürfen. Asamoah lehnte jedoch ab und gab eine gelungene Antwort auf dem Platz: Der gebürtige Ghanaer war an insgesamt sieben der neun Schalke-Tore beteiligt. Nach der Pause hatte das Gebrüll komplett aufgehört.

Beim Länderspiel der deutschen Nationalmannschaft gegen Georgien am siebten Oktober, das ebenfalls in Rostock stattfindet, will Hansa Asamoah einen freundlichen Empfang bereiten: "Wir wollen den Beweis erbringen, dass wir gute Gastgeber sind", so Klinkmann.

Erst einen Tag vor dem Spiel hatte der DFB im Rahmen seines Bundestages einen Anti-Rassismus-Paragrafen in seine Satzung aufgenommen und damit einer Vorgabe des Weltverbandes Fifa entsprochen.

© SID

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