Fußball DFB
DFB legt Einspruch gegen Sperre für Aaron Hunt ein

Am Montag hat der Deutsche Fußball-Bund Einspruch gegen die Sperre von zwei Spielen für Stürmer Aaron Hunt eingelegt. Hunt war wegen "krass sportwidrigen Verhaltens" von der Uefa gesperrt worden.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) will die Sperre für Angreifer Aaron Hunt von Vizemeister Werder Bremen für die ersten beiden Qualifikationsspiele zur U21-EM 2009 nicht akzeptieren. Am Montag legte der DFB beim Berufungssenat der Europäischen Fußball-Union (Uefa) Einspruch gegen die Entscheidung der Uefa-Kontroll- und Disziplinarkammer ein, den Stürmer wegen "krass sportwidrigen Verhaltens" für zwei Spiele zu sperren.

Der 20-Jährige soll während des Play-off-Rückspiels der deutschen U21-Mannschaft in der EM-Ausscheidung im Oktober gegen England (0:2) die beiden Spieler Micah Richards und Anton Ferdinand beleidigt haben. Hunt selbst hatte die verunglimpfenden Äußerungen gegenüber Uefa-Generalinspektor Gerhard Kapl zugegeben.

Hunt verweist auf Provokationen und Beleidigungen seiner Kontrahenten

Hunt, dem zunächst auch rassistische Aussagen gegenüber seinen Gegenspielern vorgeworfen worden waren, hatte bei seiner Anhörung allerdings auf Provokationen und Beleidigungen seiner Kontrahenten vor der strittigen Situation verwiesen. So soll ein Gegenspieler Hunt damit gedroht haben, dass er ihm "die Knochen brechen" werde.

Doch nicht nur aus diesem Grund plädieren Hunt und der DFB auf Freispruch. Denn selbst Uefa-Generalinspektor Kapl ordnete die von Hunt zugegebenen Beleidigungen nicht als "krass sportwidriges Verhalten" ein. Auch im Schiedsrichter-Bericht war kein Vermerk zu der entsprechenden Situation zu finden. Deshalb hätte Hunt nach dem Rechtsempfinden des DFB nicht gesperrt werden dürfen.

Die Uefa-Kontroll- und Disziplinarkammer setzte sich aber über das Urteil ihres Generalinspektors hinweg, bewertete Hunts Aussagen trotzdem als "krass sportwidriges Verhalten" und sperrte den Angreifer für zwei Spiele. Die Uefa begründete ihre Entscheidung kurioserweise damit, dass das "Rechtsempfinden der englischen Spieler und Verbandsfunktionäre massiv gestört" wurde.

© SID

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