Fußball DFB
DFB setzt Arbeitsgruppe "Sportwetten" ein

Im Zusammenhang mit dem Streit privater Wettanbieter als Trikotsponsor von Bundesligisten werden sich jetzt auch der DFB und die DFL einschalten. Dazu setzen beide Verbände eine gemeinsame Arbeitsgruppe ein.

Der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) werden eine gemeinsame Arbeitsgruppe zum Thema "Sportwetten" gründen, um im Streit um eine Zulassung von Wettanbietern als Trikotsponsor von Bundesligisten zu vermitteln. Einige Landesregierungen wollen den Vereinen eine Zusammenarbeit mit Wettanbietern verbieten.

Der Geschäftsführende DFB-Präsident Theo Zwanziger und Ligaverbands-Präsident Werner Hackmann streben auf Grund der aktuellen Entwicklung zunächst möglichst zeitnah ein Spitzengespräch mit der Leitung der Konferenz der Ministerpräsidenten der Länder an. Bei diesem Gespräch wollen DFB und DFL nochmals ihre Position vortragen. Für den Fall, dass das Treffen mit der Politik aus der Sicht des Fußballs zu keinem positiven Ergebnis führt, sollen juristische Schritte geprüft werden. Die Prüfung der juristischen Schritte ist Aufgabe der neu eingesetzten Arbeitsgruppe.

Darüber hinaus soll die Kommission das Pro und Contra für die Gründung einer eigenen Wettgesellschaft des Fußballs abwägen. "Es besteht für den deutschen Fußball dringender Handlungs- und Gesprächsbedarf. Das Werbeverbot für Wettanbieter halten wir für verfassungsrechtlich zweifelhaft, weil dabei allein der Suchtcharakter des Wettangebots in den Blickpunkt gerückt wird, für andere Suchtrisiken wie Alkohol und Tabak aber weiterhin Reklame gemacht werden kann. Wir wollen die Zusammenarbeit mit den Ländern, können aber nicht akzeptieren, dass föderale Strukturen ausschließlich auf dem Rücken des Fußballs ausgetragen werden", sagte DFB-Boss Zwanziger.

Die Diskussionen waren ins Rollen gekommen, weil unter anderem die Bundesligisten Werder Bremen und der VfB Stuttgart einen privaten Wettanbieter (betandwin) als Trikot- oder Premiumsponsor präsentiert hatten.

Für den DFB gehören Schatzmeister Heinrich Schmidhuber, Präsidiumsmitglied Rolf Hocke sowie die Vorstandsmitglieder Walter Desch und Hermann Korfmacher der Kommission an. Die DFL ist in der Arbeitsgruppe durch Christian Seifert, den Vorsitzenden der Geschäftsführung, Wolfgang Holzhäuser (Bayer Leverkusen) und Manfred Müller (Werder Bremen) vertreten.

© SID

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